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Alex Mirutziu

Biografien
Alex Mirutziu

*  1981 Sibiu (Rumänien)

Alex Mirutziu, 1981 in Sibiu (Rumänien) geboren, ist ein überwiegend in den Bereichen Performance und Installation transgressiv agierender Künstler. Sein Körper wird dabei nicht selten Bedeutungsträger politischer oder sozialkritischer Hintergründe, die oft in selbst-destruktiven, obszönen Aktionen zum Ausdruck kommen. Seine Ausbildung absolviert er bis 2004 an der University of Art and Design im rumänischen Cluj-Napoca, an der Akademie der Bildenden Künste in Cuenca, Spanien, sowie an der Huddersfield University in Großbritannien, wo er 2008 sein Masterstudium im Bereich Physical Theatre und Performance abschließt. Alex Mirutziu arbeitet mit verschiedenen Medien. Sein Werk umfasst unter anderem fotografische Selbstporträts, Live-Performances, Skulpturen, Gemälde und medienkritische Videoinstallationen. Dabei beschäftigen den Künstler vorzugsweise Themen rund um den Körper, für die er prozessuale Ausdrucksformen findet, die von der Mediation über die Interaktion hin zur Konfrontation reichen. Neben Werken, die gesellschaftliche und politische Realitäten widerspiegeln, sind auch persönliche Erinnerungen und das eigene Leid immer wieder zentrale Problematiken seiner Arbeit. Die visuell vereinnahmende Videoarbeit „Tears are precious“, die unter anderem 2007 im Brukenthal Museum ausgestellt wird und mit der Mirutziu 2008 auf dem Optica International Video Art Festival mit dem Best Independent Artist Award ausgezeichnet wird, zeigt den Künstler weinend in einer Art Selbstporträt, das auf geschickte Weise die Dialektik Innen-Außen beziehungsweise Fühlen-Zeigen thematisiert. Im Jahr 2009 begründet Alex Mirutziu die Idee „29 collective“, in deren Rahmen er sich mit einem Hyper-Objekt, sich selbst mit 29 Jahren, assoziiert, um so in gewisser Weise auch kollektive Aktionen durchführen zu können. Dabei adressiert er insbesondere das Hier und Jetzt, aber auch die Idee einer nie stattfindenden Realität. So untersucht er beispielsweise die Ruhe des Publikums während einer nie stattfindenden Aufführung im Rahmen der Performance „Pending work #7 im IASPIS, Stockholm. Auf paradoxe Weise wird der Betrachter Teil der Performance, obgleich es bei einer nicht aufgeführten Performance auch kein Publikum geben kann. Alex Mirutziu wird von der Sabot Gallery in Cluj, der Galerie Barbara Seiler in Zürich und der Galerie Rüdiger Schöttle in München vertreten. Seine Werke und Performances werden von bedeutenden Institutionen beherbergt, darunter das Royal College of Arts in London, die Kunsthalle Budapest und das Centre for Contemporary Art sowie das National Museum in Warschau. Heute lebt und arbeitet Alex Mirutziu in London und Cluj-Napoca.