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Edouard Vuillard

Biografien
Edouard Vuillard

*  1868 Cuiseaux
† 1940 La Baule


Der französische Maler und Grafiker Edouard Vuillard wird am 11.11.1868 in Cuiseaux geboren. Ab 1877 ist er in Paris, ab 1888 besucht er dort die Académie Julian. 1890 gehört Edouard Vuillard neben Paul Sérusier, Pierre Bonnard, Félix Vallotton und Maurice Denis zu den Mitbegründern der Künstlergruppe "Nabis". Angeregt durch den japanischen Farbholzschnitt sowie die Malerei Paul Gauguins und den Pointillismus experimentieren die Künstler mit einer neuen Auffassung des Bildraums, wobei sie zu einer dekorativen Flächigkeit und ornamenthaften Anordnung des Dargestellten gelangen. Die Farben auf der Bildfläche nehmen nicht mehr primär Rücksicht auf die getreue Wiedergabe des Gegenstandes, sondern folgen ästhetischen Gesichtspunkten, zudem spielen Gefühl und Phantasie der Künstler eine starke Rolle, was zu einem ästhetisierten Symbolismus der Bilder führt.
Edouard Vuillard trennt sich bald wieder von den "Nabis". Ab 1890 entstehen seine wichtigsten und besten Arbeiten. Zu ihnen gehören Porträts sowie Interieur-Bilder, die, zurückhaltend in Form und Farbe, das einfache Milieu und die alltägliche Wirklichkeit in den Blickpunkt rücken.
Neben den Gemälden entsteht auch ein umfangreiches grafisches Werk, vor allem Lithografien, das das Pariser Leben seiner Zeit zeigt.
Ab 1903 stellt Edouard Vuillard regelmäßig in der Galerie Bernheim-Jeune aus sowie sporadisch im Salon des Indépendants und im Salon d'Automne, den er mitbegründet. Die Sommermonate verbringt er in der Bretagne sowie in der Normandie. 1940 verlässt Edouard Vuillard Paris vor den heranrückenden Truppen, er stirbt wenig später, am 21.6.1940 in La Baule.
Edouard Vuillards Werke befinden sich weltweit in den großen Museen, 1977 wird sein Oeuvre in einer Ausstellung im Seibu Museum of Art in Tokio gezeigt. 1990 findet eine Retrospektive im Musée des Beaux-Arts in Lyon statt.