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Edward und Nancy Kienholz

Biografien
Edward und Nancy Kienholz



Das Künstlerehepaar Edward und Nancy Kienholz realisiert ab 1972 alle künstlerischen Projekte gemeinsam. Immer bilden dabei konkrete Erfahrungen die Grundlage des Bildgedankens und seiner Ausführung. Formale und inhaltliche Anregungen jeder Art und aus den verschiedensten künstlerischen Stilrichtungen von Dada über das amerikanische Action Painting, die informelle Malerei, Allan Kaprows frühe Invironments und die Kunstform der Assemblage werden dabei integriert und geben dem Werk als "groteske gotisch-realistische Gegenbilder zur kalifornischen Faszination durch eine Welt (...) von barockem Auto-Design, perfektem Handwerk und anderen Erscheinungen einer oberflächlichen visuellen Ersatzkultur" (Karl Ruhrberg, Edward Kienholz, in: Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, München 1996, S.11) eine unverwechselbare eigene Prägung.
Auf eine Einladung des DAAD nach Berlin hin verbringen die Kienholzes seit 1973 die Wintermonate in Berlin und die Sommermonate in Hope, Idaho. Dort eröffnen die beiden 1977 eine eigene Galerie. 1982 gewinnen Edward und Nancy den Wettbewerb für einen Brunnenhof auf dem Ernst-Reuter-Platz in Berlin, wobei der Plan allerdings nicht ausgeführt wird. Die Arbeiten des Ehepaares werden zwei Jahre später in einer großen Ausstellung im San Francisco Museum of Modern Art gewürdigt. 1991 kaufen Edward und Nancy Kienholz ein Haus in Houston und verbringen von da an die Hälfte des Jahres in Idaho, drei Monate in Houston und drei in Berlin. Am 10. Juni 1994 stirbt Edvard Kienholz und wird in einer von seiner Frau inszenierten Beerdigungszeremonie mit einem Dollar in der Tasche, einer Flasche italienischen Rotwein und einer Urne mit der Asche seiner kurz zuvor verstorbenen Hündin in seinem Packard begraben. Retrospektiven finden 1996 im Whitney Museum of American Art in New York und 1997 in der Berlinischen Galerie statt.