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Élisabeth Louise Vigée Le Brun

Biografien
Élisabeth Louise Vigée Le Brun

*  1755 Paris
† 1842 Louveciennes


Louise-Élisabeth wird 1755 als Tochter des Malers Louis Vigée geboren, der ihr Talent früh erkennt und ihr ersten Kunstunterricht erteilt. Im Alter von 12 Jahren nimmt sie erst bei Garbriel Briard, dann bei Horace Vent Unterricht im Zeichnen. Bereits mit 15 Jahren verdient sie Geld mit professionellen Porträts. 1776 heiratet die Malerin den Kunsthändler Jean-Baptiste-Pierre Lebrun. In den folgenden Jahren wird sie zur gefragten Porträtistin des französischen Adels. 1778 malt sie ein erstes Porträt der Königin Marie-Antoinette, wird deren bevorzugte Künstlerin und erhält in der Folgezeit zahlreiche Aufträge für weitere Porträts der königlichen Familie. Fünf Jahre später wird sie Mitglied der Acedémie royale de peinture et de sculpture. Nach Ausbruch der Revolution muss Vigée Le Brun Frankreich verlassen, geht zunächst nach Italien (1789-93), dann nach Wien (1793-94) und schließlich nach St. Petersburg, wo sie sechs sehr erfolgreiche Jahre als Porträtistin des russischen Adels verbringt. Nach zwölf Jahren im Exil kann sie 1802 nach Paris zurückkehren und setzt ihre Tätigkeit als Malerin fort. Ihr Ruhm als Porträtistin erstreckt sich nun über ganz Europa. Bei einem längeren London-Aufenthalt fertigt sie Porträts vieler Persönlichkeiten, darunter auch Lord Byron. Vigée Le Brun, Ehrenmitglied zahlreicher europäischer Akademien, veröffentlicht 1835-37 ihre Memoiren, die ein wichtiges Zeugnis für die künstlerischen und gesellschaftlichen Bedingungen weiblicher Kunstproduktion um 1800 sind. 1842 verstirbt die Künstlerin im Alter von 86 Jahren. Vigée Le Brun zählt neben Kaufmann und Therbusch zu den bedeutendsten Porträtmalerinnen ihrer Zeit. Auf ihren Reisen hatte sie u.a. die Werke von Rubens studiert und seine Maltechnik adaptiert. Sie wirkt bis zu ihrer Emigration stilbildend auf die französische Porträtmalerei und findet Bildlösungen, die dann von dem Kreis um Jaques-Louis David aufgegriffen werden. Ihre Werke sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten, im Louvre ist ihr ein eigener Raum gewidmet.