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Ernst Hermanns

Biografien
Ernst Hermanns

*  1914 Münster
† 2000 München


Nach dem Studium an der Kunstgewerbeschule Aachen und an der Kunstakademie Düsseldorf entsteht bereits 1950 die erste abstrakte Arbeit. Bereits zwei Jahre zuvor, im Alter von 33 Jahren, gründet Hermanns in Recklinghausen zusammen mit Gustav Deppe, Thomas Grochowiak, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann und Hans Werdehausen die Gruppe 'Junger Westen' - die erste Avantgardegruppe nach dem Krieg in Deutschland, deren erklärtes Ziel es ist, schnell wieder den Anschluss an den internationalen Standard zu finden. Hermanns gehört somit zu den Pionieren einer Kunst, die jenseits von Abbildlichkeit und Expressivität anzusiedeln ist. Sein künstlerisches Schaffen entwickelt sich geradlinig auf die durch den konkreten Raum definierte Plastik hin. 1955 wird er Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes, zwei Jahre später des Deutschen Künstlerbundes. Das folgende Jahrzehnt ist gekennzeichnet von der Anerkennung seiner künstlerischen Arbeit. 1959 wird Hermanns der Kunstpreis der Stadt Darmstadt verliehen, 1964 der Konrad-von-Soest-Preis und 1967 der Wilhelm-Morgner-Preis. Im gleichen Jahr zieht Hermanns nach München um, nimmt aber 1971 ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris an. In den Jahren 1976 bis 1980 füllt Hermanns eine Professorenstelle an der Kunstakademie in Düsseldorf aus. 1983/84 ist eine bedeutende und umfassende Ausstellung seiner Arbeiten aus den Jahren 1960 bis 1983 im Lenbachhaus München zu sehen. Im folgenden Jahr, 1984, stellt Hermanns seine neuen Arbeiten unter den Begriff 'räumliche Konstellationen'. Unter diesem Thema entstehen Plastiken, die darauf abzielen, Raum, Zeit und Bewegung in ihrer Konkretheit und nicht in einer illusionistischen Wirklichkeit erfahrbar zu machen. 1986 wird Hermanns zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Schönen Künste in München gewählt. Im darauffolgenden Jahr nimmt er mit einer Großplastik an der Ausstellung 'Skulptur-Projekte in Münster' teil. In den neunziger Jahren wird Hermanns erneut mit wichtigen Auszeichnungen geehrt, so erhält er 1990 den Piepenbrock-Preis für Skulptur und 1993 den Harry-Graf-Kessler-Preis des Deutschen Künstlerbundes.