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Friedensreich Hundertwasser

Biografien
Friedensreich Hundertwasser

*  1928 Wien
† 2000 auf dem Schiff "Queen Elizabeth II" vor Neuseeland


Der österreichische Maler, Zeichner, Graphiker, Architekt und egozentrische Lebenskünstler Friedensreich Hundertwasser (eigentlich Friedrich Stowasser) wird am 15.12.1928 in Wien geboren. 1948 ändert er seinen Nachnamen in Hundertwasser, ab 1969 lautet sein Vorname Friedensreich, er bezeichnet sich und signiert seine Werke jedoch auch mit Tausendsassa Friedensreich Regentag Dunkelbunt.
Bereits in seiner Kindheit verliert sich Friedensreich Hundertwasser in einer eigenen versponnenen, phantasievollen Welt, malt, zeichnet, presst Blumen. 1947 besucht er die Akademie der Bildenden Künste in Wien, mit dem Entschluss Künstler zu werden. Jedoch bereits nach vier Monaten verlässt er den akademischen Betrieb wieder. 1948 begeistern ihn zwei in Wien stattfindende Ausstellungen, "Gustav Klimt und Walter Kampmann zum Gedächtnis" sowie "Egon Schiele zum Gedächtnis". 1849 begibt sich Friedensreich Hundertwasser auf Reisen. Er bereist Italien bis hinunter nach Sizilien, lernt in Florenz den französischen Maler René Brô kennen und folgt ihm nach Paris, wo er bis Juli 1950 bleibt. In Paris beschließt er, die École des Beaux-Arts zu besuchen, flieht jedoch bereits nach dem ersten Tag.
Anschließend reist Hundertwasser nach Tunis und Marokko. In Marrakesch kleidet er sich wie ein Marokkaner und mischt sich unter die Einheimischen, bis er ausgewiesen wird. Friedensreich Hundertwasser kehrt nach Wien zurück, dort findet 1952/53 eine Ausstellung seiner Werke im Art Club statt. Er ist mit den "Wiener Phantastischen Realisten" befreundet, schließt sich ihnen jedoch nicht an.
1952 verfasst Friedensreich Hundertwasser ein Manifest, in dem er sich gegen die "Bluffzivilisation" wendet. 1953 taucht in seinen Werken erstmals die Spirale auf, die er für sich als Symbol für Leben und Tod deutet. Die Kunst Friedensreich Hundertwassers wurzelt in der vegetativen, organischen Kunst des Jugendstils, er findet jedoch zu einer gänzlich individuellen Bildsprache. Er verurteilt die gerade Linie, da sie gottlos sei und direkt zum Tode führe.
Ab 1967 fertigt Friedensreich Hundertwasser ein umfangreiches graphisches Oeuvre, farbige Siebdrucke und Metallfolienprägedrucke.
Mit einem alten Holzschiff reist Hundertwasser 1968 nach Sizilien und Venedig. 1972 erhält es den Namen "Regentag", weitere Reisen unter anderem nach Tunis, Zypern und Israel werden damit unternommen.
1979 entsteht das Manifest "Scheißkultur. Die heilige Scheiße". In seiner runden, bunten und verspielten Formensprache gestaltet Friedensreich Hundertwasser 37 Bauwerke, darunter das 1983-1986 entstandene Hundertwasserhaus in Wien.
Der Zeit seines Lebens umstrittene, immer wieder aneckende, aber auch ungeheuer populäre und erfolgreiche Künstler Friedensreich Hundertwasser stirbt 2000 auf dem Schiff "Queen Elizabeth II" vor Neuseeland.


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