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George Grosz

Biografien
George Grosz

*  1893 Berlin
† 1959 Berlin


George Grosz - 1893 als Georg Ehrenfried Groß in Berlin geboren - wächst in der pommerschen Stadt Stolp auf, deren architektonische Ansichten er in Studien bereits 1907/08 festhält. Der Zeichenlehrer erkennt die Begabung und bereitet das junge Talent auf den Eintritt in die Königliche Kunstakademie Dresden vor. Nach einem zweijährigen Studium erhält Grosz dort 1911 das abschließende Ehrenzeugnis. Im Anschluss wird er an der Kunstgewerbeschule in Berlin Schüler von Emil Orlik. Erstmals tauchen in Skizzenbüchern die für Grosz typischen Straßen- und Caféhaus-Szenen auf. 1913 verbringt der Künstler einige Monate in Paris, wo er in der Malschule Colarossi zeichnet. 1914 und 1917 leistet Grosz jeweils für kurze Zeit Kriegsdienst, wird aber schließlich als dienstunbrauchbar entlassen. In diesen Jahren erscheinen bereits in verschiedenen Zeitschriften literarische Beiträge und Zeichnungen des Künstlers, die Grosz in der Kunstwelt bekannt machen. Als Illustrator arbeitet er in den zwanziger Jahren für den "Ulk", die "Lustigen Blätter", für Flechtheims "Querschnitt", die kommunistische satirische Wochenschrift "Der Knüppel" und von 1926 bis 1932 für den "Simplicissimus". Unter Grosz' wesentlicher Mitarbeit erscheinen darüber hinaus mehrere Zeitschriften wie z.B. 1919 in Berlin "Die Pleite", "Der Gegner" und "Der blutige Ernst". In diesem Jahr veranstalten Grosz, Hausmann und Heartfield zusammen die erste Berliner Dada-Messe. Eine dort gezeigte Mappe mit dem Titel "Gott mit uns" bringt Grosz einen Prozess wegen Beleidigung der Reichswehr ein. Eine weitere Anklage erfolgt 1923 wegen "Angriffs auf die öffentliche Moral" in der Folge "Ecce Homo". 1928 kommt es zu einem dritten Prozess, in dem Grosz in der Folge "Hintergrund" Gotteslästerung vorgeworfen wird. 1932 hält sich Grosz als Gastdozent an der Kunstschule Art Students Leage in New York auf, bevor er 1933 endgültig dorthin übersiedelt. An der Schule unterrichtet er weiter bis 1955, eröffnet aber daneben mit Maurice Sterne eine eigene Kunstschule. 1937 werden insgesamt 285 Werke von Grosz aus deutschen Museen entfernt, einige Arbeiten sind in der Ausstellung "Entartete Kunst" zu sehen. Grosz wird von den Nationalsozialisten ausgebürgert und erhält daraufhin die amerikanische Staatsbürgerschaft. Ein erster längerer Aufenthalt in Deutschland erfolgt erst wieder im Jahr 1954, die endgültige Rückkehr nach Berlin findet 1959, dem Todesjahr des Künstlers, statt.


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