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Georges Michel

Biografien
Georges Michel

*  1763 Paris
† 1843 Paris


Georges Michel zählt zu den Begründern der modernen Landschaftsmalerei.Er war Sohn eines Marktarbeiters und kam mit 12 Jahren zu dem Historienmaler Leduc in die Lehre. Um 1770 befreundete er sich mit den Malern l. Bruandet und J.L. Demarne an, die sich an den alten Holländern orientierte. Auch Michel war bald beeinflußt von den holländischen Meistern, insbesondere von Ruysdael und vor allem Rembrandt. An Rembrand erinnern die dunklen Brauntöne und die Faszination des Lichts. Michels Hauptmotiv: Übersteigerte Lichtkontraste, wie sie nach einem Gewitter zu finden sind. Anders als seine Kollegen malte er nicht im Freien. Er entdeckte für die Malerei den Montmatre mit seinen Windmühlen und wurde daher der "Ruysdael des Montmatre" genannt. Er malte reine Landschaften ohne die damals übliche Idealisierung und Verknüpfung mit einem historischen Motiv. Wenn er Figuren malte, so ordnete er sie der Landschaft unter. Er beeinflusste nachhaltig die Maler von Barbizon, insbesondere Jules Duprés, der auch veranlaßte, daß über das Leben des Künstlers, der zu Lebzeiten kaum Beachtung fand, geforscht wurde. Bis auf wenige frühe Arbeiten tragen Michels Gemälde keine Signatur, eine Frage des Prinzips, denn so sagte er einmal zu Bruandet:"Ich signiere nicht, denn das Bild muß doch durch sich selber sprechen. Die Signatur ist nur eine Betörerin, die zu täuschen versucht. Ein Bild muß ohne Namen und Schildchen gefallen. Wir müssen es wie unsere Vorfahren machen. Sie signierten nicht, ihre Signatur liegt in ihrem Talent." (J. Bouret, L`Ecole de Barbizon, Neuchâtel 1972, S. 31).(Lit.: Ausstellungskatalog Kunsthaus Bühler, Die Schule von Barbizon, Mai 1988)