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Georges Valmier

Biografien
Georges Valmier

*  1885 Angoulème
† 1937 Paris


Georges Valmier begeistert sich schon früh für das Zeichnen und schreibt sich 1905 in der Académie Humbert ein. Zwei Jahre später besteht er die Aufnahmeprüfung der École des Beaux-Arts de Paris und studiert bis 1909 Malerei in der Meisterklasse von Luc-Olivier Merson. Valmiers frühe kubistisch geprägte Arbeiten stehen unter dem Einfluss von Georges Braque und Paul Cézanne, dessen Werke er bereits 1907 im 'Salon d'Automne' kennenlernt. Valmier schafft in der folgenden Zeit vorwiegend Porträts und überträgt die prismatische Zergliederung des Bildgegenstandes, dessen Volumen er zunehmend verstärkt, auf seine Stilleben und Landschaftsdarstellungen. 1913 hat der Künstler erstmals die Gelegenheit, seine Arbeiten im 'Salon des Indépendants' auszustellen und nimmt von nun an regelmäßig an den Ausstellungen teil. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird Valmier eingezogen und skizziert seine Kriegseindrücke in den 'Carnets de guerre'. Nach Paris zurückgekehrt lernt Valmier 1918 den Sammler und Händler Léonce Rosenberg kennen, der von seinen Arbeiten begeistert ist und ihn unter Vertrag nimmt. Der Künstler beginnt nun zunehmend damit, seine Gemälde mit Gouachen und Collagen vorzubereiten: Zu jedem Motiv entstehen zahlreiche sich teilweise nur in Farben oder Nuancen unterscheidende Kompositionsstudien, mit denen er sich dem endgültigen Motiv nähert. Die geometrischen Werke des Künstlers münden in eine fast abstrakte Periode - gleichzeitig sucht Valmier nach neuen Materialien, experimentiert mit Eitempera und Kaseinfarben. Doch bereits 1922 sind seine Arbeiten erneut dem Kubismus verpflichtet: Valmier schafft raffinierte harmonisch ausgewogene Kompositionen in lebendigen Farben. In den folgenden Jahren nimmt der Künster an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil, und verändert ab 1928 den Charakter seiner Werke maßgeblich. Anstelle gerader Linien werden nun geschwungene Formen in die Kompositionen mit einbezogen, so dass sie einen fast organischen Charakter erhalten. Anfang der 1930er Jahre wendet sich Valmier wieder verstärkt der Abstraktion zu und tritt der Gruppe 'Abstraction-Création' bei, zu dessen Gründungsmitgliedern Auguste Herbin, Georges Vantongerloo, Hans Arp, Albert Gleizes, Jean Hélion und Frantisek Kupka gehören. Zeitgleich entwirft der Künstler zahlreiche Bühnenbilder und Kostüme für diverse Theaterstücke von Paul Claudel, Georges Pillement und Max Jacob und nimmt 1932 an der Ausstellung 'Vingt-cinq ans de peinture abstraite' der Galérie Braun teil. Die Galérie des Beaux-Arts, Paris zeigt 1935 Valmiers Arbeiten in der großen Ausstellung 'Les créateurs du cubisme', zwei Jahre bevor der Künstler seinen letzten großen Auftrag für den Pavillon der französischen Eisenbahngesellschaft auf der Pariser Weltausstellung 1937 fertigstellt.