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Henry Moore

Biografien
Henry Moore

*  1898 Castleford
† 1986 Much Hadham


Henry Moore zählt zu den führenden englischen Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Seine kraftvollen, monumentalen Skulpturen zeigen gleichermaßen Einflüsse von Archipenko und Brancusi wie ägyptischer und altamerikanischer Vorbilder und der Kunst der Naturvölker. Das Grundthema seiner Arbeiten bilden menschliche Figuren, die aus Holz, Stein, Bronze, Zement und Terrakotta in teils naturnahen, teils abstrakten Formen gearbeitet sind.
Trotz seiner bereits früh erkannten künstlerischen Begabung und dem Wunsch, seine Leidenschaft zu seinem Beruf zu machen, fügt er sich zunächst dem Willen des Vaters und besucht ab 1915 das Lehrerseminar. Nach Abschluss seiner Ausbildung erhält er eine Stelle an der Temple Street School in Castleford. Ein zweijähriger Kriegsdienst in Frankreich unterbricht seine Lehrtätigkeit. 1919 nimmt er diese wieder auf, entschließt sich jedoch kurze Zeit später, an die Leeds School of Art zu wechseln, um zu studieren. Als vorläufig einzigem Schüler ermöglicht man ihm eine eigene Bildhauerei-Ausbildung. Als Moore 1921 ein Stipendium für das Royal College of Art erhält, siedelt er nach London über, wo er sich im British Museum dem Studium mexikanischer Plastik und der Kunst der Naturvölker widmet. In der ersten Hälfte der 1930er Jahre durchläuft Moore eine Phase, in der er mit surrealistischen, dann mit geometrisch-abstrakten Ideen experimentiert. Sein bevorzugtes Ausdrucksmittel ist der ausgehöhlte und durchbrochene Stein. 1932 verlässt der Bildhauer das Royal College und geht an die Chelsea School of Art, um dort die folgenden sieben Jahre zu unterrichten. Nach der Zerstörung seines Londoner Ateliers im Jahr 1940 erwirbt Moore ein Haus in Hertfortshire und beginnt nun mit den sogenannten "Shelter" - Zeichnungen, die ihn zum offiziellen "War-Artist" machen. Ein Jahr später wird er zum Mitglied des Kuratoriums der Tate Gallery gewählt. Bereits 1946 findet im Museum of Modern Art in New York seine erste große Retrospektive statt. In den darauf folgenden Jahren erhält Moore zahlreiche Aufträge für den öffentlichen Raum sowie mehrere Auszeichnungen u.a. den Internationalen Preis für Skulptur der Biennale Venedig 1948. Zudem wird der Künstler an fast allen namhaften Universitäten, wie Oxford, Cambridge und Yale zum Ehrendoktor ernannt. Im Jahr 1969 beruft man ihn zum Mitglied der Wiener Sezession. In den 1970er Jahren reist er nach Kanada und Italien, 1974 eröffnet das Henry Moore Sculpture Center in Ohio. Moores Figuration und Abstraktion verbindender Stil hat die europäische Skulptur der Nachkriegszeit erheblich beeinflusst. Zu seinen Hauptwerken zählen die großen liegenden Figuren für das UNESCO-Gebäude in Paris und das Lincoln Art Center in New York.


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