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Jeppe Hein

Biografien
Jeppe Hein

*  1974 Kopenhagen

Jeppe Hein, der als einer der wichtigsten Gegenwartskünstler gilt, kommt 1974 in Kopenhagen zur Welt. Der Sohn eines Landwirts verlebt seine Kindheit beim Vater, bevor er 1990 zur Mutter zieht. Auf eine Ausbildung zum Tischler in Silkeborg folgt von 1997 bis 2003 ein Studium an der Kunstakademie von Kopenhagen, unterbrochen von Auslandssemestern an der Frankfurter Städelschule (1999-2001). Nach Studienabschluss bezieht Jeppe Hein ein Berliner Atelier.
In seinem künstlerischen Schaffen sucht Jeppe Hein konsequent die Erweiterung der Skulptur im Sinne der Performance. Ästhetisch an die Minimal Art anknüpfend, nimmt er den Ausgang bei klarer geometrischer Form, die er jedoch kinetisch oder kybernetisch überformt, interaktiv werden lässt. Inspirationsquellen sind ihm dabei unter anderem Spiegelkabinette, Labyrinthe und Vexierspiele. In Materialität und Herstellung sucht Hein häufig gezielt den Bezug auf industrielle Prozesse.
Jeppe Heins hoch ästhetische Werke sind auch im öffentlichen Raum zahlreich vertreten. Hier widmet er sich etwa Wasserspielen wie im Falle des Brunnens "Spaces Between Trees & People" (2012) in München, Leucht- und Spiegelobjekten sowie dem Motiv der Sitzbank ("benches"). Meisterhaft beherrscht Jeppe Hein in allen Gattungen das Spiel mit Irritationen, wenn er Werk und Rezipient in immer wieder neue, überraschende Bezüge setzt.
Der vielfach ausgezeichnete Jeppe Hein - 2014 erhält er beispielsweise den ARKENs KUNSTPRIS und 2012 den Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth - präsentiert seine Arbeiten seit dem Ende der 1990er Jahre auf zahlreichen internationalen Einzelausstellungen. Zu nennen sind etwa die Schauen im Kunstmuseum Wolfsburg und dem New Yorker Public Art Fund (beide 2015), im 21st Century Museum of Contemporary Art im japanischen Kanazawa (2011) oder im Sprengel Museum in Hannover (2004).
Jeppe Hein lebt und arbeitet in Kopenhagen und Berlin.