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Joe Jones

Biografien
Joe Jones

*  1934 New York
† 1993 Wiesbaden


Der New Yorker Künstler Joe Jones studiert zunächst Komposition an der Hartnett Music School und beginnt seine Laufbahn als Jazz-Schlagzeuger. Doch aufgrund seiner weißen Hautfarbe gibt es für ihn in diesem Metier in den frühen sechziger Jahren wenig Möglichkeiten, da New York zu dieser Zeit lediglich zwei aktive Jazz-Clubs aufweist. Aus diesem Grund beginnt Jones 1960 ein zweites Studium der experimentellen Komposition bei John Cage und Earle Brown. Über seine Lehrer lernt er Dick Higgins und Alison Knowles kennen. Als Higgins und Knowles 1962 nach Europa reisen, um an mehreren Fluxus Festivals teilzunehmen, mietet Jones sich in deren Atelier ein. Hier entwickelt er seine ersten Musikmaschinen, mit denen er von Anfang an große Erfolge feiert. Seit 1963 nimmt Jones an der Fluxus-Bewegung teil und ist mit seinen Musikmaschinen bei einer Reihe von Performances vertreten. 1963 tritt er zum ersten Mal auf dem Yam Festival in New Brunswick auf, ein Jahr später auf dem Avantgarde Musikfestival in New York. Es folgen zahlreiche Ausstellungen und Aktionen in New York und Nizza, bis Jones 1969 einen eigenen 'Music-Store' in New York eröffnet. 1972 produziert er zusammen mit John Lennon und Yoko Ono das Album 'Fly' und im selben Jahr gründet er mit George Macunias die 'Fluxus-Airline'. In dieser Zeit lässt er sich in Europa nieder, lebt in Amsterdam, Asolo (Italien), Berlin und Wiesbaden und stellt weltweit in Galerien und Museen aus. 1980 ist Jones Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, danach verlegt er seinen Wohnsitz nach Düsseldorf und Wiesbaden. Seit Mitte der achtziger Jahre produziert Jones Kurzfilme am Computer, sogenannte Fluxus-Home-Movies, und baut auch größere orchesterähnliche Installationen mit seinen Musikmaschinen. Seine rege Ausstellungstätigkeit bleibt ungebrochen: 1988 ist er mit seinen Werken im Museum Ludwig in Köln zu sehen, 1992/93 findet eine große Wanderausstellung mit Stationen in Helsinki, Nürnberg, Rotterdam und Wuppertal statt. Zudem sind seine Musikmaschinen seit 1995 auf der weltweiten Ausstellung 'Fluxus in Deutschland' vertreten, die bislang in Gera, Budapest, Istanbul, Brünn, Kopenhagen, Athen, Tel Aviv und Warschau zu sehen war; weitere Stationen sind bis ins Jahr 2002 in Australien, Neuseeland, Japan und Südafrika geplant.