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Joseph Beuys

Biografien
Joseph Beuys

*  1921 Krefeld
† 1986 Düsseldorf


Der deutsche Künstler Joseph Beuys wird am 12.5.1921 in Krefeld geboren. Im Zweiten Weltkrieg dient er als Bordfunker bei der Luftwaffe. 1944 stürzt sein Flugzeug über der Krim ab, Beuys wird schwer verwundet und erleidet schwere Traumata. Trotzdem wird er kurz vor Kriegsende nochmals an der Westfront eingesetzt. Im August 1945 kehrt Beuys zu den Eltern nach Kleve-Neurindern zurück.
Bereits während der Kriegszeit entstehen erste Zeichnungen. In Kleve findet Joseph Beuys Anschluss zur Künstlergruppe um Hanns Lamers. 1946 wird er Mitglied des "Klever Künstlerbundes", an dessen Ausstellungen er mit Zeichnungen und Aquarellen teilnimmt.
1947-1952 studiert Joseph Beuys an der Kunstakademie in Düsseldorf, 1952-1954 ist er Meisterschüler bei Ewald Mataré. Ab 1961 lehrt er selbst an der Düsseldorfer Kunstakademie und wirkt maßgeblich auf zahlreiche seiner Schüler und die Kunst überhaupt ein. Beuys vertritt die Meinung, dass jeder Zugang zum Kunststudium und zu eigenem Kunstschaffen haben soll. Er nimmt deshalb alle abgewiesenen Studenten in seine Klasse auf, besetzt mit Studenten das Sekretariat, wird gemaßregelt und schließlich fristlos entlassen, was zum Eklat und weltweiten Protest führt. Vor dem Bundesarbeitsgericht erfolgt 1980 der Vergleich, dass Joseph Beuys sein Atelier im "Raum 3" der Akademie behalten kann. Er gründet daraufhin im "Raum 3" mit Klaus Staeck, Georg Meistermann und Willi Bongard die "Freie internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung e.V.".
Joseph Beuys beteiligt sich ab Anfang der 1960er Jahre maßgeblich an einer Vielzahl von experimentellen künstlerischen Aktivitäten wie Happening, Performance, Aktion, Environment, Objektkunst, Multiples, Videoarbeiten etc. 1964 nimmt er an der "documenta" III in Kassel teil, von da an ist er bis zu seinem Tod auch auf jeder nächsten "documenta"-Ausstellung vertreten. Er entwickelt in seiner Kunst eine Art private Mythologie, in der er bestimmten Materialien, wie Filz, Fett, Honig, Bedeutungen zuweist, mit denen er teilweise die Erlebnisse seiner Verwundungszeit im Krieg verarbeitet. Joseph Beuys zielt mit seinen Aktionen auf grundsätzliche Sinnfragen. Mit dem Ziel, die Trennung von Kunst und Leben sowie Kunst und Wissenschaft aufzuheben, versucht Beuys Politik durch Ästhetik zu ersetzen und prägt die Schlagworte des erweiterten Kunstbegriffs und der sozialen Plastik, worunter er die kreative Mitgestaltung der Kunst an der Gesellschaft und die gesellschaftsverändernde Kraft der Kunst versteht.
Joseph Beuys gilt als einer der bedeutendsten Künstler der deutschen Nachkriegszeit mit internationaler Bedeutung. Am 23.1.1986 stirbt Joseph Beuys in seinem Atelier in Düsseldorf.


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