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Lee Krasner

Biografien
Lee Krasner

*  1908 New York
† 1984 New York


Lee Krasner, eine der Hauptvertreterinnen des Abstrakten Expressionismus in Nordamerika und seit 1945 Ehefrau Jackson Pollocks, schafft im Laufe ihres Lebens ein außerordentlich vielseitiges und eigenständiges Œuvre. Zwischen 1926 und 1933 studiert sie in New York an der Women's Art School of Cooper Union, der Art Students League, der National Academy of Design und schließlich am New York City College. 1934 wird Krasner Mitglied der Organisation WPA/FAP (Works Progress Administration/Federal Arts Project), die sich die Unterstützung von Künstlern während der wirtschaftlichen Depression zur Aufgabe macht. Drei weitere Ausbildungsjahre bei Hans Hofmann, deutscher Maler und einflussreicher Vermittler der modernen europäischen Kunst, hinterlassen deutliche Spuren im Werk der Künstlerin. Doch folgt auf die anfängliche kubistische Bildsprache bald eine immer freiere und unmittelbarere Malerei, inspiriert sicherlich durch die persönliche Nähe zu Pollock, beeinflusst aber auch von dem Theoretiker des Abstrakten Expressionismus Harold Rosenberg. Heute wird Krasner gemeinsam mit Helen Frankenthaler zu den einzigen weiblichen Vertreterinnen dieser folgenreichen, emotional abstrakten Strömung gezählt. Der Tod Pollocks 1956 bedeutet einen tiefen Einschnitt im ihrem Werk. Es entstehen die sogenannten 'Nachtbilder', großformatige Gemälde in Erdtönen, die um die Themen Tod, Geburt und Spiritualität kreisen. Später wendet sich Krasner der Collagetechnik zu, die 1976 mit der Folge 'Eleven Ways to Use the Words to See' ihren vollendeten Ausdruck findet. Hier werden Teile alter Werke aus den späten 30er Jahren mit neueren Arbeiten kombiniert, ein Verfahren, das die Künstlerin bis zu ihrem Tod 1984 beibehalten wird.