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Lyonel Feininger

Biografien
Lyonel Feininger

*  1871 New York
† 1956 New York


Lyonel Feininger wird 1871 in New York geboren. Ab 1887 studiert er an der Hamburger Kunstgewerbeschule, ab 1888 an der Kunstakademie in Berlin. 1890/91 ist er Schüler am Jesuiten-Collège in Lüttich. 1891 besucht er in Berlin das Atelier Schlabitz, setzt sein Studium schließlich an der Berliner Akademie fort. Im Jahr 1892 reist Feininger erstmals nach Paris, besucht dort die Académie Colarossi.
Das Frühwerk ist bestimmt von seiner Tätigkeit als Karikaturenzeichner. Lyonel Feininger zeichnet ab 1889 für die "Humoristischen Blätter" und andere Berliner Zeitungen, ab 1894 für die New Yorker Verleger Harper Brothers. Ab 1895 ist er Mitarbeiter der Wochenbeilage "Ulk" des "Berliner Tageblatts", 1897/98 ist er dort fest angestellt. 1897/98 zeichnet er auch für die "Lustigen Blätter", 1898 für das "Narrenschiff". 1906/07 erscheinen seine Bildergeschichten im "Comic-Supplement" der "Chicago Tribune". 1904 werden Feiningers Zeichnungen und Karikaturen auf der Großen Kunstausstellung in Berlin gezeigt.
Von 1906 bis 1908 lebt Lyonel Feininger in Paris. Hier begegnet er Robert Delaunay, dessen Kunst ihn sehr beeindruckt. Erste Gemälde entstehen, die Lyonel Feininger 1910 erstmals auf der 20. Ausstellung der "Berliner Secession" sowie im "Salon des Artistes Indépendants" präsentiert. Hier begegnet er auch der kubistischen Malerei von Pablo Picasso und Georges Braque.
1912 kommt der Künstler in Kontakt zu den "Brücke"-Künstlern. 1913 entstehen Gemälde mit Motiven der thüringischen Dörfer um Weimar, so auch das erste Gemälde von Gelmeroda, dessen Kirche auf zahlreichen seiner Gemälde zu sehen ist.
1917 veranstaltet Herwart Walden in seiner Galerie "Der Sturm" die erste Einzelausstellung mit Feiningers Gemälden. Walter Gropius beruft Feininger als Meister für die grafische Werkstätte ans Bauhaus. 1919 entwirft er für das "Bauhaus-Manifest" den Titelholzschnitt "Kathedrale des Sozialismus". 1921-1924 entstehen unter seiner Leitung die ersten Bauhaus-Mappen mit "Neuer europäischer Grafik". Nach dem Umzug des Bauhauses lebt Feininger 1926-1933 in Dessau, er ist zwar noch Meister, hat aber keine Lehrverpflichtung. 1926 bilden er, Paul Klee, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky die Ausstellungsgemeinschaft "Blaue Vier". 1929-1931 arbeitet er an den Halle-Bildern.
Lyonel Feiningers Lebenswerk umfasst ca. 1.500 Karikaturen und Illustrationen, zudem 539 Gemälde, 320 Holzschnitte, 65 Radierungen, 20 Lithographien und mehrere hundert Aquarelle und Zeichnungen.
1937 kehrt Lyonel Feininger in sein Geburtsland zurück. Im selben Jahr werden in der Ausstellung "Entartete Kunst" 378 seiner Werke gezeigt. In den USA wird Feininger 1947 zum Präsident der "Federation of American Painters and Sculptors" gewählt. Lyonel Feininger stirbt 1956 in New York.


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