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Marie Laurencin

Biografien
Marie Laurencin

*  1883 Paris
† 1956 Paris


Geboren am 31. Oktober 1883 in Paris wird die junge Marie 1901 von ihrer Mutter nach Sèvres geschickt, wo sie mit der Porzellanmalerei vertraut wird. Die Ausbildung erfolgt weiter in einer Schule in Paris, anschließend in der Akademie Humbert, wo Marie Laurencin George Braque kennenlernt. Mit diesem befreundet, trifft sie auch bald auf Picasso und Guillaume Apollinaire, die sie zukünftig fördern und in die kunsttheoretischen Diskussionen, die bald zum Kubismus führen, mit einbinden. Laurencins eigenes Schaffen bleibt von derartigen theoretischen Ansprüchen allerdings frei, es zeigt in erster Linie lyrische Motive wie grazile, träumerische junge Mädchen in pastellfarbenem Kolorit und zarter Farbabgestuftheit. Durch diesen koloristisch sensiblen Erfindungsreichtum werden formale und motivische Wiederholungen variiert. Stilistisch lässt sich in den Arbeiten Laurencins ein Einfluss aus der persischen Miniaturmalerei und der Kunst des Rokoko ausmachen. 1907 gibt die Künstlerin ihr Debüt im Salon des Indépendants, 1912 folgt eine große Ausstellung bei Barbazanges, 1920 bei P. Rosenberg. Ab 1924 beschäftigt sich Laurencin auch mit Bühnenbildentwürfen, so arbeitet sie zum Beispiel an einer Theaterdekoration zu Diaghilews "Ballets russe", oder 1928 an einem Bühnenbild für die "Comédie Francaise". Überdies entstehen Buchillustrationen, u.a. zu André Gides "La Tentative Amoureuse" und zu Lewis Carolls "Alice in Wonderland".