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Markus Schinwald

Biografien
Markus Schinwald

*  1973 Salzburg (Österreich)

Im Mittelpunkt des interdisziplinären Werks von Markus Schinwald, 1973 in Salzburg geboren, steht der Körper und seine kulturelle Umgebung als grundlegende Instanz von Transformation und Manipulation. Nicht selten adressiert Schinwald dabei psychologische Fragestellungen. Markus Schinwald absolviert sein Studium an der Hochschule für Gestaltung in Linz und der Humboldt-Universität in Berlin. Im Jahr 2007 erhält er den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst und 2008 wird Schinwald der Große Kunstpreis des Landes Salzburg verliehen. Im Jahr 2011 vertritt er Österreich auf der 54. Biennale von Venedig. In seiner Arbeit greift Markus Schinwald auf zahlreiche Medien, darunter Performance, Film, Skulptur, Malerei, Fotografie und Installation, zurück. Auch seine Ausbildung im Bereich Mode und Kostüm wird immer wieder deutlich. So näht er in seinem frühesten, zwischen Festtagskleid und Zwangsjacke schwankenden Werk „Jubelhemd“ von 1997 die Ärmel des Kleidungsstückes verkehrt herum ein, sodass der ambivalente Zwang entsteht, die Hände beim Ankleiden hochzunehmen. In Verbindung mit dem österreichischen Biedermeier-Stil und der Psychoanalyse, schafft Markus Schinwald mysteriöse, oft verstörende Stimmungen. So versieht Schinwald die Dargestellten in seinen übermalten Porträts aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert mit kuriosen Schlaufen, Drähten, Bandagen und Masken, die er als „Prothesen für unbestimmte Fälle“ bezeichnet. Eine erste Serie dieser Deformationen, die sowohl körperliche als auch seelische Einschränkungen zu markieren scheinen, stellt er 2003 in der Galerie Georg Kargl Fine Arts in Wien aus. Auch durch Raumsituationen und widernatürliche Bewegungen thematisiert er Zwänge und Unfreiheiten. So etwa 2011 anlässlich der Venedig-Biennale mit seinem Film „Orient“, dessen Akteure, umgeben von einer zerrütteten Architektur, künstlich wirkende, teils tänzerisch anmutende Bewegungen ausführen, sich abwechselnd ihrer Umgebung anpassen, um dann wieder in unmöglichem Kontrast zu ihr zu stehen. Früh schon stellt Markus Schinwald in renommierten Galerien und Museen aus, etwa 2004 im Sprengel Museum, Hannover, und im Frankfurter Kunstverein, 2009 im Kunsthaus Bregenz, 2013 im Palais de Tokyo in Paris oder 2015 im Magasin III in Stockholm. Seine Werke sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, so der Tate Modern in London, dem Musée d'Art Moderne in Paris, dem Kunsthaus Zürich und dem Museum moderner Kunst in Wien. Markus Schinwald wird von der Galerie Yvon Lambert, Paris, der Galerie Georg Kargl, Wien, sowie der Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg und Paris, vertreten. Der Künstler lebt und arbeitet in Wien und Los Angeles.