Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Otto Freundlich

Biografien
Otto Freundlich

*  1878 Stolp/Pommern
† 1943 umgekommen im KZ Lublin-Maidanek


Otto Freundlich ist einer der frühesten Vertreter der abstrakten Kunst. Freundlich studiert zunächst in München und Berlin Zahnmedizin und Kunstgeschichte, bevor er den Entschluss fasst, bildender Künstler zu werden. 1907/08 studiert er in Berlin. 1908 unternimmt er eine erste Reise nach Paris und findet Anschluss an die avantgardistischen Künstlerkreise auf dem Montmartre. Nach Deutschland zurückgekehrt, versucht Freundlich mit geringem Erfolg in München eine Malschule zu eröffnen. 1910-14 hält er sich zumeist in Paris auf. Er beteiligt sich an den Ausstellungen der 'Neuen Sezession' in Berlin, der Kölner 'Sonderbund'-Ausstellung 1912 und am Ersten Deutschen Herbstsalon 1913. Von 1914 bis 1924 lebt er zumeist in Köln und Berlin. Im September 1918 erscheint in der expressionistischen Zeitschrift 'Die Aktion' ein Sonderheft mit den Arbeiten Freundlichs. Wenig später wird er Mitglied der in Berlin gegründeten 'November-Gruppe', 1919 organisiert er zusammen mit Johannes Theodor Baargeld und Max Ernst die erste Kölner Dada-Ausstellung. Als er 1925 nach Paris zurückkehrt, wird Freundlich Mitglied der Künstlervereinigung 'Abstraction-Création', die er jedoch 1934 wieder verlässt. Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 zerstört Freundlichs enge Kontakte zu den deutschen Kunstkreisen. Seine Werke werden aus deutschen Museen entfernt, die Plastik 'Der neue Mensch' auf dem Titelblatt der Ausstellung 'Entartete Kunst' gezeigt. Nach Kriegsausbruch beginnt eine Odyssee durch verschiedene französische Internierungslager. In einem kleinen Pyrenäendorf wird Freundlich Anfang 1943 denunziert. Der Tag seiner Ankunft im Konzentrationslager Majdanek wird auch sein Todestag sein.