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Pierre-Auguste Renoir

Biografien
Pierre-Auguste Renoir

*  1841 Limoges
† 1919 Cagnes-sur-Mer


Pierre-Auguste Renoir ist mit seinem umfangreichen Gesamtwerk von Gemälden, Grafiken, Pastellen und Plastiken zum Inbegriff des französischen Impressionismus geworden. Der aus kleinen Verhältnissen stammende Schneidersohn beginnt als Porzellanmaler in Paris, wo sich die Familie 1854 niederlässt. Ab 1861 besucht Renoir das Atelier des akademischen Malers Charles Gleyre, wo er Frédéric Bazille, Claude Monet und Alfred Sisley kennenlernt. Zusammen mit Monet beschließt Renoir 1862, im Wald von Fontainebleau zu malen, wo sie den Malern der Schule von Barbizon begegnen. Zu Vorbildern werden nun Gustave Courbet und Eugène Delacroix. Dennoch stößt Renoir immer weiter in neue Bereiche der Malerei vor: Erste Bilder im neuen Stil der impressionistischen Pleinair-Malerei entstehen. Als Gründungsmitglied der Künstlervereinigung, die 1873 von einer Gruppe junger, revolutionärer Maler ins Leben gerufen wird, beteiligt er sich an den Ausstellungen der Impressionisten, die in Paris für Skandale sorgen. Das folgende Jahrzehnt wird zur Blütezeit des Impressionismus und auch der Malerei Renoirs, der sich ganz diesem Stil verschreibt. Regelmäßige Bildankäufe durch den Kunsthändler Durand-Ruel verbessern seine finanzielle Situation und ermöglichen erste Auslandsreisen, wie 1881 nach Algerien und Italien. In den 1880er Jahren verfolgt Renoir eine Formenverfestigung und eine geschlossene Linienführung in der Nachfolge des Spätklassizisten Ingres. In dieser Zeit entstehen die "Badenden", deren Körper stärker als sonst durch Linien umschrieben werden. Später kehrt Renoir wieder zu einem helleren, impressionistischen Malstil zurück und gelangt zu künstlerischer Reife. Nach seiner Heirat mit Aline Charigot im Jahre 1885 und besonders nach der Geburt seiner Söhne widmet sich Renoir der Darstellung seiner Familie, die sich in zahlreichen Gemälden, Skulpturen, Pastellen und Zeichnungen wiederfinden. Gegen 1900, als der Künstler den Gipfel seiner künstlerischen Laufbahn erreicht und eine Retrospektivausstellung im Pariser Herbstsalon (1904) seinen Ruf endgültig festigt, erkrankt Renoir an Gicht. Der Künstler, der sich immer mehr in den Süden, nach Cannet und Cagnes, zurückzieht, erreicht mit seinen Mädchenakten eine neue Stufe seiner Malerei: Gestaltet als sinnliche Schönheiten in lockerem farbigen Pinselstrich zeigen sie noch im Spätwerk Renoirs, wie viel seine Kunst dem Rokoko verdankt. Pierre-Auguste Renoir, der in seinem Œuvre Natur und Menschen stets von der heiter-idyllischen Seite des Lebens zeigt, stirbt im Dezember 1919 in Cagnes bei Nizza.


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