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Romare Bearden

Biografien
Romare Bearden

*  1914 Charlotte, North Carolina
† 1988 New York


Der Karikaturist, Maler und Liedermacher Romare Howard Bearden studiert von 1932 bis 1937 in New York, unter anderem bei George Grosz an der Art Students League. 1943 wechselt er zur Columbia University, New York und beginnt ein Mathematikstudium, das er noch im gleichen Jahr aufgibt. Bearden geht nach Paris, wo er sich an der Sorbonne für Philosophie und Kunstgeschichte einschreibt. Mit Unterbrechungen durch den Kriegsdienst in der US Army bleibt der Künstler bis 1954 dort. Mehrere Reisen führen ihn nach Italien, in die Schweiz, nach Algerien und Marokko. 1956 kehrt Bearden nach New York zurück und richtet sich dort ein Atelier ein. Er wird Mitbegründer der schwarzen Künstlergruppe "Spiral", die den Versuch unternimmt, die schwarze künstlerische Identität zu definieren. Zudem ist er seit 1964 als Art Director für das Harlem Cultural Council tätig. Bearden beschäftigt sich in seinen Werken mit der kulturellen Bedeutung von Religion und volkskundlichen Ritualen. Mitte der fünfziger Jahre wendet er sich vorübergehend der gegenstandslosen Malerei zu. Die Figur kehrt in sein Werk zurück, als er ab 1964 Collagen und Fotomontagen fertigt, mit denen er bekannt wird. Sie spiegeln sein soziales Engagement für die Situation der Schwarzen in Amerika wider. Viele seiner Arbeiten zeigen auch sein Interesse am Jazz und an der Folk Music. 1971 erhält Bearden ein Guggenheim-Stipendium, um ein Buch über afroamerikanische Kunst zu verfassen. In den letzten 15 Jahren seines Lebens beschäftigt sich der Künstler vor allem mit Druckgrafik. Bearden lehrt an verschiedenen Instituten, u.a. am Spelman College, Atlanta, Williams College, Williamstown oder am Yale-College, New Haven und ihm wird die Ehrendoktorwürde zahlreicher Universitäten in den USA verliehen. Zudem wird sein Schaffen von vielen Ausstellungsbeteiligungen und Preisen begleitet, die Bearden vor allem in den USA große Anerkennung bringen.