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Volker Stelzmann

Biografien
Volker Stelzmann

*  1940 Dresden

Volker Stelzmann wird 1940 in Dresden geboren. Er wächst in Leipzig auf und beginnt seine Berufslaufbahn 1957 als Feinmechaniker; diesen Beruf praktiziert er bis 1963. Anschließend studiert er bis 1968 an der Hochschule für Grafik in Leipzig bei Gerhard Kurt Müller, außerdem bei Harry Blume und Hans Mayer-Foreyt. Seit Mitte der siebziger Jahre nimmt Stelzmann an der Leipziger Hochschule Lehraufträge und eine Professur wahr; dazu engagiert er sich als aktives Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes Bildender Künstler der DDR. 1986 entscheidet er sich in die Bundesrepublik Deutschland auszuwandern und lehrt zwei Jahre später als Professor an der Hochschule der Künste in West-Berlin. In einem Jahrhundert voller Ismen und Avantgarden ist es schwierig, eine bodenständige Position zu vertreten und zu bewahren. Stelzmann gelingt dies in hohem Maße. Seine Arbeiten beziehen sich auf große Vorbilder sachlich-realistischer, tortzdem stimmungs- und bedeutungsvoller Malerei mit gesellschaftspolitischem Hintergrund, wie wir sie von Otto Dix, Christian Schad und George Grosz kennen. Ein Leitmotiv ist das mehrfigurige Tafelbild, das die Vereinzelung und Vereinsamung, das Einzelkämpfertum der Menschen in der Gesellschaft thematisiert. Aus eigenem Wunsch spärlich mit biografischen Details in der Literatur vertreten möchte Stelzmann sich nicht einer bestimmten Schule zugehörig verstanden wissen; eine Einordnung seiner künstlerischen Position hält er für "verdammt schwer". Stelzmann wurden zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland gewidmet; bereits ein Jahr nach seiner Auswanderung ist er auf der Biennale in Venedig vertreten; fast alle großen Sammlungen mit Kunst unseres Jahrhunderts beherbergen seine Arbeiten.