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Werner Büttner

Biografien
Werner Büttner

*  1954 Jena

1954 in Jena geboren, siedelt Werner Büttner 1960 mit seinen Eltern nach Westdeutschland über. In Berlin beginnt er 1974 ein Jurastudium und gründet noch währenddessen mit Albert Oehlen die "Liga zur Bekämpfung des widersprüchlichen Verhaltens". In der Ateliergemeinschaft malt der Autodidakt Büttner große, heftig und schnell gemalte Bilder mit pastosem Farbauftrag. Ihre Brauntonigkeit steht im Gegensatz zur bunten Farbigkeit der Jungen Wilden, mit denen sie bald zusammmengesehen und ausgestellt werden. Nach Abbruch des Studiums geht er 1977 nach Hamburg. Dort veröffentlicht er im mitgegründeten "Dum-Dum-Liga-Journal" erstmals eigene Schriften und Zeichnungen. Gemeinsam mit Oehlen führt Büttner Wandgemälde aus und nimmt eine Schallplatte auf. Beide gründen weitere spektakuläre Vereinigungen, etwa die "Samenbank für DDR-Flüchtlinge" mit Georg Herold 1980. Seit 1982 nehmen sie häufiger an Gemeinschaftsprojekten, z. B. mit Martin Kippenberger, teil. Büttner publiziert zudem viele eigene Schriften, die sich mit dem bildnerischen Werk zu einer neuen Bedeutungsebene vereinigen. Typisch für Büttner und seine Künstlerfreunde ist ein subversiv-ironischer Unterton. Ihr Realismus ist politisch motiviert und kommentiert das gesellschaftliche Tagesgeschehen. Die Wertmaßstäbe der Gesellschaft werden hinterfragt und relativiert. Büttner bedient sich aus allen Gattungen der Malerei, malt Stillleben, Genrebilder, Selbstbildnisse, Tierstücke, Historienbilder und emblematische Bilder. Dabei werden die Farben erst auf der Leinwand gemischt und durch gerade Begrenzungen und schwarze Linien in Form gehalten. Über diese pastose Malerei tropft der Maler lange Farbfäden, die zu seinem Markenzeichen werden. Seit den 1990er Jahren widmet sich der Künstler verstärkt der Zeichnung und Druckgrafik und arbeitet an großformatigen Collagen. Werner Büttner hat seit 1989 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg inne.