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Willem de Kooning

Biografien
Willem de Kooning

*  1904 Rotterdam
† 1997 Springs b. East Hampton/N.Y.


Der holländisch-amerikanische Maler Willem de Kooning wird am 24.4.1904 in Rotterdam geboren. 1916-1924 besucht er Abendkurse an der Akademie in Rotterdam. 1924/25 macht Willem de Kooning eine Studienreise nach Brüssel und Antwerpen. Am 18.7.1926 schifft sich er illegal auf einem britischen Frachter ein mit dem Entschluss, sein Glück in der Neuen Welt zu machen. Ab 1927 lebt er in New York, dort verdient er seinen Lebensunterhalt als Gebrauchsgrafiker, Schildermaler und Innendekorateur.
1934 wird Willem de Kooning Mitglied der Artist’s Union und arbeitet als freier Maler. Wichtig wird für ihn dabei die enge Freundschaft mit dem Künstler Arshile Gorky, der ihn bestärkt und mit dem Willem de Kooning ein gemeinsames Atelier anmietet. Begünstigt wird der Start der künstlerischen Laufbahn auch durch die nach der Großen Depression ins Leben gerufenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Works Progress Administration (WPA), die zahlreiche Künstler mit Entwürfen für Wandgemälde und ähnlichem beauftragt. Da de Kooning nicht die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, muss er das Projekt im Juli 1937 verlassen.
Im selben Jahr wird Willem de Kooning beauftragt, einen Teil des Wandbildes der Hall of Pharmacy für die 1939 in New York stattfindende Weltausstellung zu malen. Mit diesem Werk erregt der junge Künstler die Aufmerksamkeit der Kunstkritiker.
1937 lernt Willem de Kooning auch die Kunststudentin Elaine Fried kennen. Sie heiraten 1943, doch die Partnerschaft ist bestimmt von Alkoholproblemen, Liebesaffären, Streitereien und Geldnot.
Anfang der 1940er Jahre lernt Willem de Kooning die Maler Franz Kline und Jackson Pollock kennen, die bald zu seinen engsten Freunden zählen und ihn auch künstlerisch weiterbringen. Bis ca. 1945 verändert sich Willem de Koonings Malstil nun kontinuierlich, seine Werke werden zunehmend abstrakter, wobei de Kooning den Gegenstand nie völlig aufgibt. Er arbeitet in Serien, ab 1938 entstehen die Frauenbildnisse, die Porträtbilder von sitzenden oder stehenden Männern, Selbstporträts.
1948 nimmt sich der Freund Arshile Gorky das Leben, de Kooning ist daraufhin einige Zeit unfähig zu malen. Durch die Vermittlung von Josef Albers beginnt Willem de Kooning, am Black Mountain College Kunst zu unterrichten. 1950 unterrichtet er an der Yale University. Im Jahr 1950 vertreten Jackson Pollock und Willem de Kooning die USA bei der Biennale in Venedig, sie werden als wichtigste Vertreter der amerikanischen Kunst im 20. Jahrhundert von dem Kritiker Clement Greenberg gefeiert. Es ist die Hochzeit des "Action Paintings" und des "Abstract Expressionism", zu dessen Hauptvertretern auch Ashile Gorky, Barnett Newmann, Clifford Still und Mark Rothko zählen.
1962 erhält Willem de Kooning die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er stirbt am
19.3.1997 in Springs/New York.