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Wladimir Georgiewitsch von Bechtejeff

Biografien
Wladimir Georgiewitsch von Bechtejeff

*  1878 Moskau
† 1971 Moskau


Nach Beendigung seiner Ausbildung an der Militärakademie in Moskau beginnt Wladimir Bechtejeff 1902 an der dortigen Akademie der Künste Malerei zu studieren. Auf Rat Alexej von Jawlenskys kommt er noch im selben Jahr nach München, wo er bis 1905 bei Heinrich Knirr sein Studium fortsetzt. Von 1906 bis 1909 lebt Bechtejeff in Paris. Nach München zurückgekehrt, tritt er 1909 der "Neuen Künstlervereinigung München" bei, die er 1912 aus Protest gegen einen publizistischen Angriff der Gruppe auf die abstrakte Malerei wieder verlässt. Bechtejeffs Werke jener Zeit stehen in ihrer leuchtenden Farbigkeit unter dem starken Einfluss Jawlenskys, während der flirrende Duktus indes an Werke des Spätimpressionismus denken lässt. In der Folge entstehen ornamental-flächige Kompositionen in dynamisiertem Farbrhythmus, die jedoch figurative Bezüge beibehalten. Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges bricht Bechtejeffs künstlerische Entwicklung abrupt ab. Er kehrt nach Russland zurück und wird sofort zum Militärdienst eingezogen. Danach arbeitet Bechtejeff zunächst in der Moskauer Kommission für Denkmalschutz und anschließend in den Jahren 1921/22 als Bühnenbildner, später als gestalterischer Leiter im Staatszirkus Moskau. In den 20er und 30er Jahren ist er vorwiegend als Illustrator tätig. Darüber hinaus widmet er sich in seinem Spätwerk neben der Ölmalerei auch der Aquarell- und Gouachetechnik. Zunehmende Anerkennung erfährt Bechtejeff in seiner Heimat nach dem Ende der stalinistischen Verfehmung.