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Ad Dekkers

Biografien
Ad Dekkers

*  1938 Nieuwpoort
† 1974 Gorinchem


Der Niederländer Ad Dekkers gilt als ein Hauptvertreter der Konkreten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg.
Ad Dekkers wurde als Adriaan Dekkers 1938 im niederländischen Nieuwpoort geboren. Nachdem er zunächst ein Diplom an der Technischen Schule abgelegt und danach kurzzeitig als Dekorationsmaler gearbeitet hatte, nahm Ad Dekkers 1954 16jährig ein Studium an der Kunstakademie von Rotterdam auf, das er 1958 abschloss. In jenen Jahren musste der junge Künstler auch seinen Militärdienst absolvieren, der eine tiefe seelische Krise auslöste.
1961 übersiedelte Ad Dekkers in das südholländische Städtchen Gorinchem und nahm zwei Jahre später einen Lehrauftrag an der Technischen Schule im nahe gelegenen Culemborg auf.
In den frühen 1960er Jahren schuf Adriaan Dekkers auch die ersten Reliefs und Malereien, beeinflusst von Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch auf klare Grundformen reduziert und zunehmend die individuelle Handschrift ausblendend. Das Oeuvre von Hans (Jean) Arp regte Ad Dekkers zu abstrakten Konstruktionen und Reliefbildern an.
Die ersten monochromen, dynamisch und subtil mit geometrischen Formen sowie ihren Verschiebungen und Überschneidungen arbeitenden Reliefs in Polyesterguss entstanden seit der Mitte des Jahrzehnts. In den 1970er Jahren gelangte Ad Dekkers dann zu einer fortschreitenden Reduktion der künstlerischen Mittel und schuf unter anderem bedeutende "Strichzeichnungen".
Die Suche nach ordnender Harmonie prägt alle Abstraktionen von Ad Dekkers und wird häufig mit seinem Leiden an der eigenen psychischen Disharmonie in Berührung gebracht, die ihn schließlich das Leben kostete. Adriaan Dekkers verstarb 1974 im Alter von 36 Jahren in Gorinchem durch Selbstmord.
Ad Dekkers' Werke, die bereits auf zahlreichen internationalen Ausstellungen zu besichtigen und auch auf der Biennale von São Paulo (1967), der Kasseler documenta (1968) und posthum auf der Biennale von Venedig (1986) vertreten waren, sind in bedeutenden Museen und öffentlichen Sammlungen zu finden, etwa im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt, dem SMAK Gent und der Tate Gallery in London.