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Adolph Gottlieb

Biografien
Adolph Gottlieb

*  1903 New York
† 1974 Easthampton, New York


Der Maler, Grafiker und Bildhauer Adolph Gottlieb rechnet neben seinem Freund Marc Rothko und Clifford Still zu den Koryphäen des Abstrakten Expressionismus der New York School.
Zur Welt kommt Adolph Gottlieb im Jahr 1903 in New York. Hier nimmt Adolph Gottlieb auch sein Studium auf, das er von 1919 bis 1921 und 1923/24 an der Arts Students League unter Robert Henri und John Sloan absolviert. Unterbrochen wird diese Zeit von einem Aufenthalt an der Pariser Académie de la Grand Chaumière und der New Yorker Parsons School of Design. Von 1927 bis 1929 bildet sich Adolph Gottlieb an der Educational Alliance Art School weiter.
Noch zu Studienzeiten befreundet sich Adolf Gottlieb eng mit Marc Rothko, der ihn nicht nur auf Reisen begleitet, sondern auch seine künstlerische Entwicklung befruchtet. Diese deutet schon früh in Richtung der Abstraktion: 1935 wird Adolph Gottlieb Mitbegründer von "The Ten", einer entsprechend ausgerichteten Vereinigung.
Trotzdem arbeitet Adolf Gotlib, den es zwischen 1937 und 1939 in die Wüste nahe Tucson/Arizona verschlägt, aber bis zum Ende der 1930er Jahre und darüber hinaus noch figurativ. Mit seinen Stillleben entfernt sich Adolph Gottlieb dann zunehmend von der Gegenständlichkeit.
1940 gründet Adolph Gottlieb die "Federation of Modern Painters and Sculptors". Zu dieser Zeit erfindet Adolph Gottlieb seine "Pictographs", die auf Paul Klee ebenso verweisen wie auf die Kunst der Indianer und das "kollektive Unbewusste" nach Carl Gustav Jung: Die Bildfläche wird in einzelne Felder zergliedert, die ihrerseits Zeichen tragen. In den 1950er Jahren entwickelt Adolf Gotlib dieses Verfahren zu den Gitterstrukturen der "Labyrinths" weiter und arbeitet bald auch als Farbfeldmaler. Die bekannten Color Fields von Adolph Gottlieb unterscheiden sich von den Werken Marc Rothkos durch eine assoziative Bild- und Zeichenhaftigkeit, die beispielsweise durch die Verwendung der "kosmischen" Kreisform deutlich wird.
In den späten 1960er Jahren arbeitet Adolph Gottlieb auch als Bildhauer. Seine dreidimensionalen Werke, die auch die Gegenspiele von Formen thematisieren, werden jenen eines David Smith zur Seite gestellt.
Unter den zahlreichen Ehrungen des Adolf Gottlieb ist der Große Preis der 7. Biennale von São Paulo (1963) zu nennen, 1972 wird Adolph Gottlieb Ehrenmitglied des National Institute of Arts and Letters. Seine Werke befinden sich heute international in vielen großen Museen wie der Londoner Tate Modern oder dem Guggenheim Museum in New York.
1974 stirbt Adolph Gottlieb in Easthampton, wo er sich 1960 niedergelassen hat.