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Adolph von Menzel

Biografien
Adolph von Menzel

*  1815 Breslau
† 1905 Berlin


Der Maler und Grafiker Adolph von Menzel wird 1815 in Breslau als Sohn einer Bürgerfamilie geboren, die Erhebung 1898 in den Adelsstand bezeugt die große Wertschätzung, die der Künstler und Mensch durch sein Wirken erreicht.
Menzels Vater ist Carl Erdmann Menzel, der eine Mädchenschule leitet, später eine lithografische Druckerei betreibt. 1830 zieht die Familie nach Berlin um. Dort erhält Menzel eine lithografische Ausbildung im väterlichen Betrieb. Nach dem frühen Tod des Vaters, 1832, muss der junge Menzel für den Lebensunterhalt der Familie sorgen und betreibt die Druckerei weiter. 1833-1834 besucht Adolph von Menzel die Berliner Kunstakademie, dort lernt er seinen späteren Freund und Förderer, den Tapetenfabrikanten Carl Heinrich Arnold, kennen. Von dem Kunsthändler und Verleger Louis Sachse erhält Menzel seinen ersten künstlerischen Auftrag für eine lithografische Folge zu Goethes "Künstlers Erdenwallen". Die grafische Kunst hat Zeit seines Lebens einen wichtigen Stellenwert im Werk Adolf von Menzels, vor allem entstehen Illustrationsarbeiten zu literarischen Werken und zum Leben und Wirken Friedrichs des Großen. Er arbeitet sich in dessen Biografie ein und versucht, die dargestellten, knapp einhundert Jahre zurückliegenden Szenen mit größtmöglicher historischer Genauigkeit darzustellen.
1853 wird Adolf von Menzel Mitglied der Königlichen Akademie der Künste, 1856 wird er dort zum Professor ernannt. 1872 wird Menzel auch Ehrenmitglied der Kunstakademie in München. Zu Menzels wichtigsten Ölgemälden gehört das Bild "Das Eisenwalzwerk" von 1875 - es gilt als erste künstlerische Darstellung eines Industriemotivs in der europäischen Kunstgeschichte.
1884 findet in der Berliner Nationalgalerie die erste große Ausstellung mit den Werken Adolf von Menzels statt, die ein Jahr darauf stattfindende Ausstellung in Paris zeigt das internationale Ansehen, das Menzel mittlerweile genießt. Zu seinem 70. Geburtstag wird ihm von der Berliner Universität die Ehrendoktorwürde verliehen, er ist Ehrenbürger der Stadt Breslau und Ehrenmitglied der St. Petersburger Akademie, es folgen die Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Berlin und die Verleihung des Titels eines Geheimen Rats mit dem Prädikat "Exzellenz", zudem wird Menzel in die Akademien in Paris und London aufgenommen. Die Krönung seiner künstlerischen Laufbahn erfährt Adolf von Menzel schließlich mit der Ernennung zum Ritter des Schwarzen Ordens und der Erhebung in den Adelsstand. 1905 stirbt Adolph von Menzel in Berlin.