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Alain Jacquet

Biografien
Alain Jacquet

*  1939 Neuilly-sur-Seine (Hauts-de-Seine)
† 2008 New York


Der französische Maler, Grafiker und Bildhauer Alain Jacquet gilt neben Martial Raysse als ein Hauptvertreter der französischen Variante der Pop-Art und der Figuration Narrative.
Im Jahr 1939 kommt Alain Georges Frank Jacquet in Neuilly-sur-Seine zur Welt. Nach einem Studium (Drama) an der Universität von Grenoble wechselt Alain Jacquet 1959 an die École Nationale des Beaux-Arts in Paris, wo er bis 1960 Architektur belegt. Als Maler bleibt Alain Jacquet aber Selbstgelehrter.
In den beginnenden 1960er Jahren lernt Alain Georges Furuk Jacquet die Nouveaux Réalistes kennen, namentlich Yves Klein, Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely. 1962 entstehen dann die ersten "Camouflages" von Alain Jacquet, in denen er dreidimensionale Plastiken mit farbenfrohen, fleckigen Tarnmustern bemalt. Das Prinzip übernimmt er auch in ironische Gemälde. Bald geht Alain Jacquet noch einen Schritt weiter: Um 1963/64 kombiniert er Nachzeichnungen von Altmeistergemälden mit Trivialmotivik. Die Produkte der Massenkultur interessieren Alain Jacquet in seiner Kunst auch der späteren Jahre in besonderem Maße. Um die Mitte des Jahrzehnts entwickelt Alain Jacquet nicht zuletzt die "Mec Art", bei der er Bilder so stark vergrößert, dass die einzelnen Farbpunkte sichtbar werden.
In seinem Werk der 1960er Jahre steht Alain Jacquet damit äußerst nahe bei der Pop-Art. Als er 1963 seine Werke in der Robert Fraser Gallery in London präsentiert, lernt Alain Jacquet Richard Hamilton, Peter Blake, Derek Boshier und Allen Jones und damit die Großmeister der englischen Pop-Art kennen. 1964 reist Alain Jacquet nach New York und begegnet den dortigen Koryphäen dieses Stils: Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein.
Im Jahr 1978 zieht sich Alain Georges Frank Jacquet zurück auf St. Martin, eine Insel in den Antillen. Zwei Jahre später aber übersiedelt Alain Jacquet erneut nach New York und befasst sich mit Bildern, die die Erde vom Weltall aus darstellen. Zudem arbeitet Alain Jacquet nun verstärkt mit modernsten druckgrafischen Verfahren und computerbasierten Bildern. Er lebt nun abwechselnd auf St. Martin und in New York.
Ab 1989 tauscht Alain Jacquet St. Martin gegen Paris, wo er als Dozent an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs arbeitet. Er heiratet 1992 in zweiter Ehe die Malerin Sophie Matisse und wird damit zum Gatten der Urenkelin von Henri Matisse - und der Stiefenkelin von Marcel Duchamp.
Im Jahr 2008 verstirbt Alain Jacquet in New York.