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Alfred Richard Meyer

Biografien
Alfred Richard Meyer

*  1882 Schwerin
† 1956 Lübeck


Der deutsche Schriftstellers Alfred Richard Meyer, mit Künstlernamen „Munkepunke“, am 4. August 1882 in Schwerin geboren.
Alfred Richard Meyer pflegt die Lebensart des Bohemien. Er ist Gastrosoph, Gourmet und kulinarischer Experte aller lesbaren, eßbaren und trinkbaren Genüsse, außerdem Autor und Conferencier beim Berliner Kabarett „Schall und Rauch“, Lyriker und insbesondere hierbei Wortakrobat, hochgebildeter Bücherwurm, Anhänger des Nacktbadens, Erzähler, antiquarischer Sammler und Verleger.
Alfred Richard Meyer tritt vor allem als erfolgreicher Entdecker, Herausgeber und Förderer vieler frühexpressionistischer Dichter hervor. Alfred Richard Meyer unterstützt zahrreiche Autoren wie Heinrich Lautensack, Paul Zech, Gottfried Benn, Elke Lasker-Schüler oder Iwan Goll bei ihren Erstveröffentlichungen.
Im Jahr 1912 übersetzt Alfred Richard Meyer Marinettis „Futuristische Dichtungen“, als erste und einzige deutsche Übersetzung Marinettis und im Jahr 1912 entsteht die in Deutschland erste Apollinaire-Übersetzung „Zone“. Mit dieser Meisterleistung stößt Alfred Richard Meyer für diese Zeit weit in die Moderne vor.
Im Ganzen hat Meyer mehr als hundert Bücher und Schriften verfasst und herausgegeben, mehrere hundert verlegt. Der verschmitzte Verleger Meyer wäre jedoch nicht Meyer gewesen, hätte er sich nicht auch einen literarischen Doppelgänger geschaffen, den Dichter Munkepunke,
Meyer steht als Dichter Munkepunke zunächst deutlich unter dem Einfluss Christian Morgensterns später beeinflusst er zweifelsfrei auch selbst die ihm nachfolgende künstlerisch, skurril-geistige Wahlverwandtschaft, zu denen vor allem die Dadaisten gehören, aber auch jüngere Lyrikerkollegen wie etwa Kurt Schwitters oder Iwan Goll.
Am 9. Januar 1956 stirbt Alfred Richard Meyer in Lübeck.