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Alfred Stieglitz

Biografien
Alfred Stieglitz

*  1864 Hoboken/New Jersey
† 1946 New York


Unter den größten Kunstfotografen und Galeristen des 20. Jahrhunderts gebührt Alfred Stieglitz zweifelsfrei einer der ersten Ränge. Kaum zu überschätzen ist sein Beitrag zur Etablierung der Fotografie als Kunstgattung, die Malerei und Skulptur ebenbürtig ist.

Alfred Stieglitz, geboren am Neujahrstag des Jahres 1864 in Hoboken / New Jersey, hatte zwischen 1881 und 1890 ein Fotografie- und Ingenieursstudium an der Technischen Hochschule in Berlin absolviert und war anschließend in die USA zurückgekehrt.
Schon in jungen Jahren hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur zu fotografieren, sondern der Fotografie zu ihrem breiten künstlerischen Durchbruch zu verhelfen. Diesem Vorhaben Rechnung tragend, arbeitete er zwischen 1892 und 1896 an der Zeitschrift "The American Amateur Photographer" und danach bis 1902 an den "Camera Notes" mit. 1902 rechnete er zudem zu den Gründungsfiguren der berühmten "Photo-Secession", deren Vordenker er bleiben sollte, und betätigte sich bald darauf als Herausgeber der legendären Zeitschrift "Camera Work" (1903-1917). Gemeinsam mit Edward Steichen gründete Alfred Stieglitz schließlich 1905 die richtungsweisenden "Little Galleries of the Photo-Secession" in New York, besser bekannt unter dem Namen "291", wo neben avantgardistischer Fotografie auch Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Paul Cézanne gezeigt wurden und man so der europäischen Moderne in den USA den Weg bereitete.

Das fotografische Werk von Alfred Stieglitz folgte zunächst dem Piktorialismus, den er in Europa kennen gelernt hatte. Um 1915 war er, als Fotograf wie als Galerist, einer der Vorreiter für den Stilwandel zur "straight photography". Mit dem Ende seiner Galeristentätigkeit nahm Stieglitz' eigene Fotokunst deutlich zu und steuerte mit den "Equivalents" der späten 1920er und beginnenden 1930er Jahre ihrem Höhepunkt zu: Mit diesen Wolkenbildern bewies Alfred Stieglitz, dass allein die Form und nicht der Gegenstand künstlerischer Bedeutungsträger ist. 1937 gab Alfred Stieglitz die Fotografie auf und betätigte sich als Ausstellungskurator, bis er 1946 in New York verstarb.

Unter den zahlreichen Ausstellungen, die das Oeuvre von Alfred Stieglitz ehren, sind die großen Wanderschauen von 1996 (The Museum of Modern Art, New York, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn und The Museum of Modern Art, San Francisco) und 2004 / 2005 (Musée d'Orsay, Paris, Reina Sofía, Madrid, Museum of Contemporary Art, Los Angeles und Norton Museum of Art, West Palm Beach) besonders hervorzuheben.