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Alphonse Daudet

Biografien
Alphonse Daudet

*  1840 Nimes
† 1897 Paris


Alphonse Daudet, der am 13. 05. 1841 im französischen Nimes geboren wird, geht 1857 nach Paris, wo er bereits ein Jahr später seinen ersten Gedichtband "Les Amoureuses" (1858) veröffentlicht. Zunächst für die Zeitschrift "Figaro" schreibend, wird er 1860 bis 1866 Sekretär des Herzogs von Morny, dem damals mächtigen Minister und Halbbruder Napoleon III. Ersten literarischen Ruhm bescheren Daudet seine ab 1866 im "Figaro" erscheinenden "Lettres de mon moulin" sowie sein 1872 begonnener, spöttischer Erzählzyklus "Tartarin" über die Aufschneidereien südfranzösischer Kleinbürger, zu dem "Tartarin de Tarascon" (1872), "Tartarin sur les Alpes" (1885) und "Port Tarascon" (1890) gehören. Den Durchbruch aber bringt ihm erst sein Roman "Fromont jeune et Risler aîné" (1874), durch dessen großen Erfolg sich Daudet in den folgenden Jahren fast ausschließlich auf das Schreiben von Romanen konzentriert, darunter auch der Roman "Jack" (1876), der Geschichte eines unehelichen Kindes, mit dem er an den Erfolg von "Fromont jeune et Risler aîné" anknüpfen kann. In seinen Werken, die in Geist und Methode Charles Dickens ähneln, entwickelt Daudet einen eigenen Stil, den man als impressionistisch bezeichnen kann. Anders als Edmond de Goncourt in seinen Werken vermittelt er nicht ein ständiges Gefühl von Mühe, sondern ist "un charmeur" (Émile Zola), voller Glück und Reiz. Daudet, der neben Goncourt, Flaubert und Zola zur Romanschule der Naturalisten gehört, arbeitet sowohl seine Erfahrungen als auch die Männer, mit denen er bekannt ist, oder Personen, die eine mehr oder weniger wichtige Rolle im Pariser Leber spielen, in seine Kunst mit ein. Alphonse Daudet stirbt am 16. 12. 1897 in Paris.