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Andrea Pozzo

Biografien
Andrea Pozzo

*  1642 Trient
† 1709 Wien


Der Baumeister, Maler und Kunstschriftsteller Andrea Pozzo kommt 1642 in Trient als Sohn des Jacobi Pozzi zur Welt. In seiner Geburtsstadt wird Andrea Pozzo, der auch als Andrea dal Pozzo, Andrea del Pozzo, Pozzi oder Puteus bekannt ist, zunächst auf der Jesuitenschule ausgebildet, bevor er sich für den Künstlerberuf entscheidet. Seine Lehrjahre verbringt Andrea del Pozzo bei einem Maler aus Trient und einem weiteren aus Como.
Auch der Religion gehört seine Leidenschaft: 1665 tritt Andrea Pozzo 23-jährig als Laienbruder in das Noviziat der Jesuiten in Mailand ein, wo man seinen Wunsch, Künstler zu werden, rege fördert.
Im Anschluss an das Noviziat bereist Andrea Pozzo (Andrea dal Pozzo, Andrea del Pozzo) Genua und Venedig, und die ersten erhaltenen Bilder seiner Hand stammen aus dieser Zeit. Durch den Ordensgeneral der Societas Jesu wird er schließlich nach Rom beordert und entfaltet dort, nicht zuletzt durch dessen Vermittlung, vitale künstlerische Tätigkeit. Pozzo malt in Rom für hochstehende Persönlichkeiten wie den Papstneffen Don Livio Odescalchi. Auch sein Meisterwerk, das raumillusionistische Deckenfresko in der römischen Kirche Sant´Ignazio (1691-94), entsteht in der Ewigen Stadt. Daneben wirkt Andrea del Pozzo in Städten wie Genua, Turin, Genua, Modena oder Arezzo.
Im Jahr 1702 ruft Kaiser Leopold I. den Maler und Baumeister, der ihm einen Traktat gewidmet hat, schließlich nach Wien. Der Ruf von Andrea Pozzo dringt vermutlich über Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein zum Kaiser; und in Österreich schafft Andrea Pozzo Werke für den Jesuitenorden und natürlich für das kaiserliche Haus. Neben den Deckenmalereien, in denen Andrea Pozzo seine Begabung für räumlichen Illusionismus zu voller Entfaltung bringt, entstehen auch Leinwandgemälde und Skizzen von hochbarocker Wucht und großem Pathos. Unter den Schülern des Andrea del Pozzo ist Christoph Tausch namentlich hervorzuheben, der seinem Lehrmeister unter anderem bei den Deckenmalereien des Palais Liechtenstein assistiert.
Zu den bedeutendsten Arbeiten Andrea Pozzos der Wiener Jahre rechnet sicherlich seine Umgestaltung und Ausstattung der dortigen Jesuitenkirche (1703-1707). Zwei Jahre nach Beendigung dieser Arbeiten erliegt Andrea Pozzo im Jahr 1709 seinem Gichtleiden.


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