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Arthur Volkmann

Biografien
Arthur Volkmann

*  1851 Leipzig
† 1941 Geislingen an der Steige


Artur (Joseph Wilhelm) Volkmann wird am 28.8.1851 in Leipzig geboren und studierte zwischen 1870 und 1876 zunächst in Dresden, dann in Berlin. Nach seinem Studium erhält er ein Stipendium nach Rom. Zur selben Zeit lernt er den Kunstforscher und Kunstfreund Konrad Fiedler kennen, der auch sein Mäzen werden sollte. Dieser bringt ihn mit dem bekannten Bildhauer Adolf von Hildebrand (geb.1847) zusammen sowie mit dem Maler Hans von Marées, der eine lebenslange Faszination auf ihn ausübt und mit dem er in den Jahren 1876-87 intensiv zusammenarbeiten wird.
Wie die anderen Kunstfreunde auch hat sich A. Volkmann vom zeitgemäßen Akademiebetrieb in Deutschland abgewandt, um in Rom den Auffassungen der harmonisierenden Idealen der Antike inhaltlich und formal nachzuspüren. Das führt bald dazu, daß er zahlreiche antikisierende Bildhauerarbeiten anfertigt, die er ab 1882 dann auch farbig faßt, was zunächst auf wenig Resonanz stößt. Seine Motive gehen von Bacchus über Ganymed, den Amazonen, Knabenstatuen, (z.B. einem bronzenem Bogenschützen/Albertinum Dresden) sowie weiblichen Büsten und zahlreichen Putti, die er meist in Marmor fertigt.
Er erhält auch Aufträge zur Gestaltung von Grabmälern, worunter das Bedeutendste das Denkmal für Hans von Marées werden sollte, das sein Freund Konrad Fiedler 1910 in Auftrag gibt. Danach verläßt er Rom und wird an das Städelsche Kunstinstitut nach Frankfurt als Professor berufen. Seinen Schülern versucht er die Kunst- und pantheistische Weltauffassung seines großen Vorbildes Hans von Marées nahezubringen, wobei diese Ideen aber nicht mehr so recht fruchten wollen. Er wendet sich dann verstärkt der Malerei zu, wobei er in seinen graphischen Arbeiten vor allem die Kriegsleiden thematisiert, die ihm ab 1917 zusetzen. 1923 verläßt er Frankfurt und geht zusammen mit seinem Schüler Karl Fetzer nach Basel, wo er den bekannten Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin kennenlernt.
In den Jahren 1923-26 enstehen vor allem Triptychen und auch sein letztes Marmorwerk "Leda und der Schwan". 1926, auch wegen der Inflation, geht Volkmann mit Fetzer nach Rom zurück. Ein Unfall zwingt ihn jedoch wieder in sein Heimatland zurück, wo er die letzten 15 Jahre seine Memoiren niederschreibt und die Kunstauffassung seiner damaligen Zeit formuliert. Er stirbt am 13. Nov. 1941 hochbetagt in Geislingen an der Steige.