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Bartolomeus Breenbergh

Biografien
Bartolomeus Breenbergh

*  1598 Deventer
† 1657 Amsterdam


Bartholomeus Breenbergh, der auch unter den Namensvarianten Bartholomaeus Breenberg, Breenborch oder Breenberch bekannt ist, gilt gemeinsam mit Cornelis van Poelenburgh als richtungsweisender Künstler der italianisierenden Landschaftsmalerei im barocken Holland.
Bartholomaeus Breenbergh wird am 13. November des Jahres 1598 in Deventer protestantisch getauft. Der Vater, ein Apotheker, verstirbt bereits 1607, danach kehrt die Mutter mit ihrer Kinderschar Deventer den Rücken. Möglicherweise siedelt sich die Familie nun in Hoorn an.
Nur Mutmaßungen können über die Ausbildungsjahre des Bartholomaeus Breenberch angestellt werden. So sind Bilder erhalten, die seine Schulung in Amsterdam nahelegen, wo er auch 1619 als Maler nachweisbar ist. Vielleicht studiert Bartholomeus Breenbergh also in den 1610er Jahren hier in den Künstlerkreisen um Pieter Lastman, Jacob Pynas und Jan Pynas.
Gegen Ende des Jahres 1619 reist Bartholomeus Breenbergh jedenfalls nach Rom, wo sein Aufenthalt bis 1628 archivalisch belegt ist. Hier verkehrt Bartholomaeus Breenborch mit Paul Brill und wird zu einem der Gründungsmitglieder der Vereinigung "Schilderbent", in diesen Kreisen humoristisch "das Wiesel" ("het fret") genannt.
In Rom etabliert Bartholomeus Breenbergh um die Mitte der 1620er Jahre eine Landschaftskunst im Stil des holländischen Italianismus, die ihn gleichberechtigt neben Cornelis van Poelenburgh zeigt. In den Gemälden und einem reichen zeichnerischen Oeuvre, auf das Bartholomeus Breenbergh auch in späteren Jahren immer wieder zurückgreift, entstehen überaus stimmungsvolle, pittoreske Landschaften mit oder ohne Ruinen. Der malerische Stil entwickelt sich dabei von einem herben, kraftvollen Realismus der Frühzeit hin zu immer größerer Feinheit und Eleganz.
1630 ist Bartholomeus Breenbergh zurück in Holland, wo er drei Jahre später die aus reichem Hause stammende Rebecca Schellingwou ehelicht. Seinen Amsterdamer Wohnsitzen der nächsten Jahre nach zu urteilen, steigt der Maler nun selbst in begüterte Kreise auf. Auch künstlerisch beginnt eine überaus fruchtbare Zeit für Bartholomeus Breenbergh, den seine italianisierenden Landschaften in Amsterdam berühmt machen. Zudem erwirbt sich Bartholomeus Breenbergh einen Ruf als bedeutender Figurenmaler: Historien, mythologische Stücke und biblische Themen komponiert er nun auf zunehmend großen Bildformaten. Ab den 1640er Jahren entsteht schließlich ein mannigfaltiges, reizvolles Spätwerk, in dem der italianisierende Stil nachlässt.
Bartholomaeus Breenberch verstirbt im Jahr 1657 als angesehener Maler in Amsterdam und liegt in der dortigen Oude Kerk begraben.