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Bele Bachem

Biografien
Bele Bachem

*  1916 Düsseldorf
† 2005 München


Bele Bachem (eigentlich Renate Gabriele Böhmer), Malerin, Grafikerin, Buchillustratorin, Bühnenbildnerin und Schriftstellerin wird am 17. Mai 1916 in Düsseldorf geboren. Ihr Vater, Gottfried Maria Bachem, eine zentrale Figur in ihrem Leben, ist selbst Kunstmaler und ermutigt seine geliebte Tochter dazu, sich der Malerei zu widmen. Bele Bachem verlässt ihre Heimatstadt und studiert 1934-1938 an der Kunstakademie Berlin. Schon während ihrer Studienzeit erregen ihre Bilder Aufmerksamkeit. Doch die Nazis verbieten Bele Bachem ihre Kunst, so dass sie für eine Weile mit der Malerei aufhören muss. 1940 heiratet Bele Bachem den Kunsthistoriker Günther Böhmer, mit dem sie eine Tochter, Bettina, hat. Im Jahr 1943 gestaltet Bele Bachem ihr erstes Bühnenbild in München. Sie arbeitet an verschiedenen Theatern als Bühnenbildnerin und veröffentlicht u.a. Zeichnungen in der Zeitschrift "Der Simpl". Die Künstlerin illustriert und schreibt neben ihrer Arbeit am Theater Bücher, gestaltet Filmplakate und entwirft Buchtitel und Buchillustrationen. 1947 zieht sie vollends nach München, wo sie sich ihr Leben lang heimisch fühlt. Bele Bachem gilt als einzige Surrealistin der deutschen Nachkriegsliteraturgeschichte. Sie erhält zahlreiche Auszeichnungen und Preise, u.a. den Plakatpreis der Stadt Wien, den Preis der graphischen Sammlung München und den Schwabinger Kunstpreis für Malerei. Man widmet ihr eine Retrospektive in der BMW-Galerie München, sowie in der Bodley Gallery New York. 1997 erhält Bele Bachem das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Am 5. Juni 2005 stirbt die Künstlerin in München.