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Bertel Thorvaldsen

Biografien
Bertel Thorvaldsen

*  1170
† 1844


Bertel Thorvaldsen ist neben Antonio Canova der berühmteste Bildhauer des Klassizismus und ein Künstler von Weltrang.
Zur Welt kam Bertel Thorvaldsen, der gelegentlich auch Bertel oder Berthel Thorwaldsen geschrieben wird, 1770 in Kopenhagen. Berthel Thorvaldsen selbst glaubte, bereits 1768 geboren zu sein. Als wahrscheinlicher gilt in der Forschung jedoch 1770 als sein Geburtsjahr. Berthel Thorwaldsens Vater war ein ärmlicher Holzschnitzer aus Island, der sich in Dänemark niedergelassen hatte.
Bertel Thorvaldsen studierte bereits als Elfjähriger Skulptur an der Akademie seiner Geburtsstadt und erhielt zahlreiche Preise. Hier gewann er auch 1793 die Große Goldene Medaille und damit ein Reisestipendium nach Rom. Eigentlich war sein Aufenthalt auf drei Jahre beschränkt, doch die Ewige Stadt sollte ab 1797 Berthel Thorvaldsens zweite Heimat und Zentrums seines gesamteuropäischen Ruhmes werden. Bertel Thorvaldsen selbst sprach von seinem Ankunftstag in Rom gar als von seinem "Römischen Geburtstag".
Die antike Kunst, die Bertel Thorvaldsen in Rom vor Augen stand, beeindruckte ihn sehr und formte seinen Stil. So auch in der berühmten Statue "Jason" (1802 / 1803), mit der Bertel Thorvaldsen seinen immensen Erfolg begründete. Das Werk orientiert sich an einer antiken Skulptur, dem "Doryphorus" des Polyklet. Nicht nur Antonio Canova, auch die Auftraggeber erkannten daraufhin das herausragende Talent von Bertel Thorwaldsen, der sich vor Aufträgen bald kaum mehr retten konnte. 1820 beschäftigte Bertel Thorvaldsen in seinen fünf römischen Bildhauerateliers nicht weniger als 40 Assistenten. Berthel Thorvaldsen selbst musste sich nun auf die Entwürfe und Tonbozzetti beschränken und die zeitraubende Ausführung seinen Mitarbeitern anvertrauen.
In seinem Oeuvre ist Bertel Thorvaldsen stark von der antiken griechischen Kunst beeinflusst, deren Erhabenheit er in seine Werke transportierte. Griechenland hat er jedoch nie besucht - sein Wissen um die griechische Skulptur dankte er den römischen Kopien. Verglichen mit seinem Kollegen Antonio Canova, dem zweiten großen klassizistischen Bildhauer, erscheint Berthel Thorvaldsens nobler Stil kühler und ernsthafter.
1838 kehrte Bertel Thorwaldsen als gefeierter Künstler in seine Geburtsstadt zurück, was dort frenetisch bejubelt wurde. Wenig später begann er mit der Ausstattung eines Museums, das in Kopenhagen zu seinen Ehren errichtet wurde. Seine eigenen Werke, aber auch Arbeiten aus seiner Kunstsammlung und antike Stücke bereicherten das Museum. Hier liegt Bertel Thorvaldsen, der 1844 verstarb, begraben.
Bertel Thorvaldsens Werke befinden sich heute nicht nur im Kopenhagener "Thorvaldsens Museum", sondern in schier unzähligen internationalen Museen, darunter der Louvre in Paris, die Neue Pinakothek in München und das New Yorker Metropolitan Museum of Art.