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Bill Viola

Biografien
Bill Viola

*  1951

Längst hat der US-Amerikaner Bill Viola, zweifelsfrei eine der einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten der letzten Jahrzehnte, den Status des Klassikers und Großmeisters der internationalen Videokunst erreicht.
Geboren wurde Bill Viola 1951 in New York. 18jährig nahm er ein Studium am College of Visual and Performing Arts der Syracuse University in Syracuse / New York auf, das er 1973 mit dem Bachelor of Fine Arts abschloss. Im Anschluss beteiligte sich Bill Viola an Projekten von Künstlern wie Nam June Paik.
Seine Videokunst-Affinität konnte Bill Viola zwischen 1974 und 1976 auch als technischer Direktor von "Art / Tapes / 22", einem Florentiner Video-Studio, ausleben, im Anschluss war er bis zum Ende des Jahrzehnts "Artist in Residence" beim New Yorker Fernsehsender "WNET" und schuf während dieser Zeit viele wichtige Videoarbeiten. Zahlreiche Reisen führten Bill Viola in jenen Jahren auch in ferne Länder wie Australien, Indonesien, Indien oder Tunesien, 1980 und 1981 lebte er sogar in Japan. Anfang der 1980er Jahre ließ sich Bill Viola in Long Beach / Kalifornien nieder, wo er bis heute mit seiner Frau Kira Perov lebt.
Bill Violas seit den 1970er Jahren entstehende Videokunst sowie seine Fotoarbeiten vereinen technische Perfektion, hohe ästhetische Qualität und außergewöhnliche Bildhaftigkeit mit elementaren "Menschheitsthemen" wie Tod und Geburt und entfalten dabei eine existenzielle Tiefe, die den Bildwelten sofort einen unverrückbaren Platz im Gedächtnis des Betrachters zusichert. Auch Musik spielte immer eine bedeutende Rolle im Oeuvre: Bis 1980 war Bill Viola Mitglied des "Rainforest"-Ensembles, eines avantgardistischen Projekts des Komponisten David Tudor und des Tänzers Merce Cunningham (später "Composers Inside Electronics"); 2004 betätigte sich Bill Viola an einer Neuinszenierung der Wagner-Oper "Tristan und Isolde".
Schier unzählbar sind die Ehrungen geworden, die dem mehrfachen documenta-Teilnehmer Bill Viola zuteil wurden: 1983 lehrte er Videokunst am California Institute for the Arts in Valencia, ein Jahr darauf wurde er mit dem Polaroid Video Award ausgezeichnet. 1985 folgte ein Stipendium der John Simon Guggenheim Memorial Foundation, 1987 der American Film Institute Maya Deren Award und 1989 der John D. and Catherine T. MacArthur Foundation Award. 1993 wurde Bill Viola zudem als erstem Künstler in der Geschichte der Medienkunstpreis des ZKM Karlsruhe verliehen, zwei Jahre darauf erhielt er die Ehrendoktorwürde der Syracuse University, dann jene der School of the Art Institute of Chicago (1997), des California Institute of the Arts (2000) und des Londoner Royal College of Art (2004). Die zahllosen internationalen Einzelausstellungen seines Werkes sind stets regelrechte Publikumsmagneten.