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Max Beckmann

Biografien
Max Beckmann

*  1884 Leipzig
† 1950 New York


Max Beckmann wird am 12.2.1884 in Leipzig geboren. Ab 1900 studiert er an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar. Die künstlerischen Anfänge Beckmanns orientieren sich an der dort gelehrten Freilichtmalerei. 1903 geht er nach Paris und besucht die private Académie Colarossi. In Paris beeindruckt ihn insbesondere die Malerei Paul Cézannes. 1904 zieht Max Beckmann nach Berlin, wo der deutsche Impressionismus mit den Vertretern Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt auf ihn einwirkt. 1906 stellt er seine Werke in der Ausstellung der Berliner Secession in Weimar aus. Er erhält den Ehrenpreis des Deutschen Künstlerbundes, der mit einem Stipendium für den Aufenthalt in der Villa Romana in Florenz verbunden ist. 1914 ist Max Beckmann Mitbegründer der Freien Secession in Berlin.
Im Ersten Weltkrieg meldet sich Beckmann als Sanitäter, die grausamen Kriegserlebnisse führen jedoch zu einem psychischen Zusammenbruch und er wird vom Militärdienst beurlaubt.
Um 1916 ändert sich der Malstil Max Beckmanns vom Impressionismus hin zum Expressionismus. Charakteristisch für Beckmann werden die dichtgedrängten, bewegten Figurenkompositionen, die er scharfkantig und spitz überzeichnet. Die inhaltlichen Aussagen werden immer komplexer und auch esoterischer, sie sind ohne Kenntnis der von Max Beckmann benutzten Quellen (Kabbala, Gnosis) kaum zu verstehen.
Der künstlerische Durchbruch erfolgt in den 1920er Jahren, zahlreiche Ausstellungen in Berlin, Dresden, Paris oder New York machen das Werk Beckmanns bekannt. Der Verleger Reinhard Piper gibt von Max Beckmann illustrierte Bücher heraus sowie die 1924 erscheinende große Beckmann-Monographie.
1925 führt Beckmann an der Städelschule in Frankfurt am Main eine Meisterklasse, 1929 wird er Professor. 1928 findet in der Kunsthalle Mannheim die große, von Gustav F. Hartlaub zusammengestellte, Retrospektive statt. Beckmann erhält den Reichsehrenpreis Deutscher Kunst, die Stadt Düsseldorf verleiht ihm die Goldene Medaille.
Durch die Machtergreifung der Nazis wird die Karriere Max Beckmanns jäh abgebrochen. Bereits 1933 wird Beckmann aus der Städelschule entlassen, der Beckmann-Saal im Kronprinzenpalais der Nationalgalerie ausgeräumt, eine geplante Ausstellung in Erfurt abgesagt. Zwölf seiner Gemälde werden 1937 in der Ausstellung "Entartete Kunst" in München gezeigt. Einen Tag nach der Eröffnung dieser Ausstellung emigriert Beckmann nach Amsterdam.
Nach 1945 kehrt Max Beckmann nicht nach Deutschland zurück, er lehnt Berufungen der Akademie in München, der Hochschule der Künste Berlin sowie der Werkkunstschule in Darmstadt ab. 1947 übernimmt er eine Professur an der Washington University Art School in St. Louis. 1949 lehrt er an der Art School des Brooklyn Museums.
Max Beckmann stirbt am 27.12.1950 in New York an Herzversagen.


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