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*  1946 Philadelphia (Pennsylvania)

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Stanley Whitney
Biografie
Stanley Whitney studiert in den 1960er und frühen 1970er Jahren zunächst am Columbus College of Art and Design in Ohio, anschließend am Kansas City Art Institute und an der Yale University, deren Institut für bildende Kunst in den 1950er Jahren bekanntlich unter der Leitung von Josef Albers stand. Dessen Jahrzehnte überdauernde Beschäftigung mit der Farbwirkung von Quadraten ähnelt in ihrer Hingabe wiederum durchaus der Arbeitsweise Stanley Whitneys. Bereits seit den frühen 1990er Jahren widmet sich Whitney einer ganz bestimmten formalen Komposition, seinen mittlerweile charakteristischen, immer wiederkehrenden Gitterstrukturen, die er nach und nach mit kräftigen, gesättigten, dicht aneinandergereihten Farbblöcken füllt. Es sind ebendiese Werke, die Stanley Whitney als den Beginn seines reifen Schaffens bezeichnet. Ausschlaggebend sind äußerst prägende Aufenthalte in Ägypten und Italien zu Beginn der 1990er Jahre, die den Aufbau seiner Gemälde und sein Denken über Struktur und Komposition sowie über das Verhältnis von Farbe und Geometrie nachhaltig verändern sollten. Stanley Whitney besichtigt die Pyramiden und besucht u. a. Neapel und Rom. Er studiert die besondere Architektur der historischen Gebäude, ihre Bauweise aus übereinandergestapelten Steinblöcken und auch Fassaden mit eng aufeinanderfolgenden Fenstern wie die des Palazzo Farnese.

Während Stanley Whitney in seinen zuvor entstandenen Arbeiten zwischen den Farbfeldern noch gewisse Freiräume lässt und zum Teil noch gestische Elemente integriert, entstehen fortan Werke, in denen die nicht mehr gerundeten, sondern kantigen, quadratischen, aus leuchtenden, kräftigen Farben erzeugten Formen nun direkt aneinandergefügt werden. Von der linken oberen Ecke arbeitet sich der Künstler Farbblock für Farbblock und Reihe für Reihe bis nach rechts unten vor. "A color calls another color", erklärt Stanley Whitney (in einem Gespräch mit Alteronce Gumby, Oral History Project, 21.4.2014., zit. nach: www.bombmagazine.org/articles/stanley-whitney/). So gibt jeder fertiggestellte Farbblock mit seiner Tonalität den darauffolgenden Farbblock vor: ein Prozess, den der Musik-Liebhaber Whitney mit dem "Call and Response"-Prinzip zwischen zwei solistischen Instrumenten im Jazz vergleicht. Auch seine Improvisation im Moment des Farbauftrags erinnert an Jazz-Musik, in der die Improvisation als eines der bestimmenden Elemente gilt. Der musikalische Begriff der Harmonie spielt ebenfalls eine große Rolle in Whitneys Werk, denn im Grunde sind es die Harmonie und die Disharmonie, das Zusammenwirken aufeinandertreffender, aneinandergrenzender Farbwerte, die seine Kompositionen bestimmen.

Nach den revolutionären Arbeiten des amerikanischen Color Field Painting der 1940er und 1950er Jahre gelingt es Stanley Whitney mit seinen einnehmenden, im Grunde einfach konstruierten und doch so komplizierten Farbkompositionen der abstrakten Malerei des 21. Jahrhunderts neue Energie, neues Leben einzuhauchen. Lange Jahre wurde seinem beeindruckenden künstlerischen Schaffen erstaunlich wenig Aufmerksamkeit zuteil. Das ändert sich jedoch insbesondere nach seiner Teilnahme an der documenta 14 in Kassel im Jahr 2017. Danach sind seine Arbeiten u. a. in Einzelausstellungen im Modern Art Museum in Fort Worth (2017) und im Palazzo Tiepolo in Venedig zu sehen (2022, Collateral Event der 59. Biennale di Venezia). Für 2024 plant das Buffalo AKG Art Museum (vormals Albright-Knox Art Gallery) in Buffalo, New York, eine erste umfassende Retrospektive seiner Werke. Seit Kurzem wird Whitney von der renommierten Gagosian Gallery, New York, vertreten. Stanley Whitney lebt und arbeitet in Bridgehampton (New York) und in Parma (Italien).


Ausstellungen

"Stanley Whitney"
Retrospektive Frühjahr 2024
Buffalo AKG Art Museum (vormals Albright-Knox Art Gallery) in Buffalo, New York