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Bruno Müller-Linow

Biografien
Bruno Müller-Linow

*  1909 Pasewalk/Pommern
† 1997 Hochscheid


Ab 1927 studiert Bruno Müller-Linow an der Staatlichen Kunstschule Berlin bei Willy Jaeckel und Bernhard Hasler Bildende Kunst und Kunstpädagogik. Bereits als 22-Jähriger stellt er bei den "Juryfreien", der Preußischen Akademie und der Berliner Sezession aus. Der Preußische Staat und die Nationalgalerie kaufen Werke an, zudem genießt er die Förderung von Leo von König und Heinrich Graf Luckner. Trotz dieser Erfolge ist der Maler zunächst als Zeichenlehrer in Altena/Westfalen, dann als Dozent für Lehrerbildung im pommerschen Lauenburg tätig. Dort macht er die Bekanntschaft von Karl Schmidt-Rottluff, der ihn wesentlich beeinflusst. 1941 ist er als Soldat in Rostock, erhält aber bald Urlaub, um im Rahmen eines Stipendiums an der Villa Massimo ein produktives Jahr in Rom zu verbringen. Nach seiner Rückkehr wird Müller-Linow wieder zum Kriegsdienst eingezogen und muss aus der Ferne den Verlust seiner Bilder im Lauenburger Atelier miterleben. Direkt nach dem Krieg übernimmt der Künstler eine Lehrerstelle an der Werkkunstschule in Braunschweig, die er bis in die 1950er Jahre behält. 1956 folgt er dann dem Ruf als Professor für Zeichnen, Malen und Grafik an der Technischen Hochschule Darmstadt, wo er zwei Jahrzehnte lehrt. Während seiner Lehrtätigkeit arbeitet er unablässig als Maler, Zeichner und Radierer. Einen besonderen Stellenwert in seinem Œuvre nimmt dabei das Aquarell ein. 1976 findet eine Ausstellung in der Ostdeutschen Galerie in Regensburg statt. 1988 lässt sich der Künstler in Hochscheid im Hunsrück nieder.