Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Carlo Maratti

Biografien
Carlo Maratti

*  1625 Camerano
† 1713 Rom


Carlo Maratti zählt zu den herausragenden Vertretern des italienischen Spätbarock. 1625 in Camerano geboren, kam Carlo Maratti, dessen Familienname auch in der Schreibweise Maratta vorkommt, bereits als Knabe in die Werkstatt Andrea Sacchis, der nicht nur Lehrmeister, sondern vielmehr prägendes Vorbild für Carlo Maratti werden sollte. Carlo Marattas außerordentliches Verdienst besteht insbesondere darin, den von seinem Lehrer Sacchi übernommenen, bereits auf den Klassizismus hinüberweisenden Spätbarock vollends ausgebildet und verfeinert zu haben, so dass Carlo Maratti mit seinen eindringlichen Altarbildern, seinen beredten Porträts und seinen ausdrucksstarken Fresken selbst als einer der Hauptmeister dieser Epoche anzusehen ist.
Neben den Gemälden, die durch ihre geordnete Komposition und ihre sichere Linienführung ausgezeichnet sind, hat sich ein umfängliches Konvolut an Zeichnungen von der Hand Carlo Marattas erhalten. Die Besonderheit der überlieferten Blätter besteht in dem Vermögen, in ihrer Fülle gleichsam alle Schaffensphasen des Künstlers abzubilden. Vor diesem Hintergrund finden sich feine Kreide-, Feder- und Rötelzeichnungen auf weißem Papier oder auf Blättern von blauer oder brauner Färbung, die sich so unterschiedlichen Sujets wie Religion, Allegorie und Mythologie widmen. In einer Vielzahl haben sich darüber hinaus vorbereitende Studien zu Gemälden erhalten. Meisterlich verstand es Carlo Maratta, durch Schraffuren die Plastizität der Figuren herauszuarbeiten und ihre Körperlichkeit durch gekonnt gesetzte Höhungen noch zu steigern.
Am Beginn des 18. Jahrhunderts erkrankte Carlo Maratta und war in der Folge gezwungen, die Malerei aufzugeben. Carlo Maratti starb 1713 in Rom. Sein Oeuvre ist heute in so bedeutenden Sammlungen wie der Eremitage in Sankt Petersburg oder dem Kunsthistorischen Museum in Wien zu sehen.