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Carsten Höller

Biografien
Carsten Höller

*  1961 Brüssel

Carsten Höller, den die Presse oft den "verrückten Professor" nennt, rechnet mit seinem vielseitigen künstlerischen Schaffen zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Gegenwartskunst.
Seiner Ausbildung nach ist Carsten Höller, der 1961 in Brüssel zur Welt kommt und 1979 nach Deutschland zieht, jedoch Wissenschaftler. An der Universität von Kiel studiert er ab 1985 Agrarwissenschaften und wird im Fachbereich Phytopathologie promoviert und sogar habilitiert.
Dies hält Carsten Höller jedoch nicht davon ab, noch zu Studienzeiten auch eine Karriere als Künstler ins Auge zu fassen. Sein künstlerisches Werk, das immer die Gedankentiefe und den Erkenntnisdrang des Wissenschaftlers verrät, lässt sich weniger nach ästhetischen Kriterien als vielmehr nach Themenkomplexen gliedern. So bildet "Sicherheit" einen Werkbereich, den Carsten Höller etwa mit einem "Warnwestenverkauf" bearbeitet. Die Themenfelder "Zukunft", "Liebe", "Glück", "Utopie", "Sexualität" und "Kinder" werden ebenfalls zu Leitmotiven, die Höller mal romantisch, mal humorvoll und auch sarkastisch behandelt: Mit einem für die Kinderjagd umgerüsteten Jeep sorgt Höller beispielsweise 1993 auf der Venezianischen Biennale für Furore. Empörte Reaktionen sind hier einkalkuliert, der Betrachter wird so - wie häufig in Höllers Arbeiten - gewissermaßen in die Werke integriert.
Carsten Höller, dessen Ruhm nicht zuletzt die Rutschen-Installation "Test Site" für die renommierte Tate Modern in London bezeugt (2006), ist durch seine Teilnahmen an der Biennale von Venedig (1993), der Documenta von 1997 und der Expo in Hannover (2000) dem internationalen Publikum rasch bekannt geworden. Wichtige Einzelausstellungen präsentieren seine Werke, darunter etwa "Carsten Höller - Divided, Divided" (2010) im bedeutenden Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam.
Carsten Höller lebt und arbeitet seit 1993 in Köln und Stockholm.