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Charles Hoguet

Biografien
Charles Hoguet

*  1821 Frankreich
† 1870 Frankreich


Charles Hoguet gilt als ein brillanter Vertreter der Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts.
Der Sohn eines Balletttänzers und Spross einer aus Frankreich emigrierten Familie kam 1821 in Berlin zur Welt, wo er in der französischen Kolonie zu Hause war. Nachdem Charles Hoguet zunächst bei dem Berliner Marine- und Landschaftsmaler Wilhelm Krause in die Lehre gegangen war, zog er 1839 18jährig nach Paris, um seine Ausbildung zu vervollständigen. In der französischen Hauptstadt lernte er zuerst bei Eugène Cicéri und anschließend bei Eugène Isabey, dessen frischer und virtuoser Stil einigen Einfluss auf den jungen Maler ausübte.

1848 kehrte Charles Hoguet, der zwischenzeitlich mehrere Reisen unternommen hatte, nach Berlin zurück. Als Maler war er von nun an äußerst produktiv, insbesondere schuf er Landschaften und Seestücke, Stillleben und Architekturansichten. 1849 begann Charles Hoguet, ein Verzeichnis seiner Ölgemälde zu erstellen, das schließlich ganze 422 Posten umfassen sollte. Daneben entstanden zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle, mit denen Charles Hoguet auch die Ausstellungen der Berliner Akademie beschickte.

Stilistisch zeichnet sich das malerische Oeuvre von Charles Hoguet durch einen breiten, pastosen Duktus und einen kraftvollen, malerisch freien Zugriff aus; der subtile Kolorist schloss sich auch an die Neuerungen der Pleinairisten an.
1869 wurde Charles Hoguet in die Berliner Akademie aufgenommen, ein Jahr darauf verstarb er in seiner Geburtsstadt.

Werke von Charles Hoguet, die auch auf der weltberühmten Berliner "Jahrhundert-Ausstellung" von 1906 gezeigt wurden, befinden sich heute in vielen öffentlichen Sammlungen. Das kleine Gemälde "Brücke über einen Fluss mit Bäumen und Figuren" (1853), das die Nationalgalerie Berlin 1916 erworben hatte und das seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galt, wurde kürzlich wieder entdeckt und konnte im Jahr 2009 zur großen Freude des Museums in die Nationalgalerie zurückkehren.