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Christian d'Orgeix

Biografien
Christian d'Orgeix

*  1927 Foix/Pyrenäen

Christian d'Orgeix, 1927 im südfranzösischen Foix geboren, siedelt 1946 in die Kunstmetropole Paris über. Dort arbeitet er für eine Werbeagentur und bei einem Theaterdekorateur. Die Begegung mit dem deutsch-französischen Künstler Wols und die Wahrnehmung der Arbeiten von Klee und Kandinsky beeinflussen d'Orgeix' in seiner künstlerischen Entwicklung. Auf einer Reise nach London im Jahre 1949 lässt sich d'Orgeix nachhaltig vom Stil der Präraffaeliten und den Werken William Blakes beeindrucken. Ein Jahr später folgt ein einjähriger Aufenthalt in Spanien, wo erste Zeichnungen entstehen. Die 1952 in Bleistift und Tuschfeder entstandene Folge "La Barrière de Corail" zeigt in ihrem fantastisch-surrealen Stil und der biomorphen Motivwelt die Nähe zu seinen Vorbildern Klee und Wols. 1951 kehrt d'Orgeix nach Paris zurück und erweitert sein künstlerisches Spektrum um plastische Arbeiten, die ebenfalls vom Surrealismus beeinflusst sind und auf die Anfänge der dadaistischen Objektkunst verweisen. D'Orgeix montiert aus trivialen Abfallprodukten Kleinplastiken, die in ihrem skurril bis magisch-poetischen Ausdruck die Tradition des "Objet trouvé" aufgreifen. In den sechziger Jahren verwendet d'Orgeix weiterhin Alltagsmaterialien, ohne diese als Verfremdungsmittel einzusetzen und es entstehen Assemblagen-Figuren, die häufig nach mythologischen Figuren und historischen Personen gestaltet sind. 1961 ist Christian d'Orgeix mit dem großformatigen Ölgemälde "Réligieuse" vertreten, für welches er eine Auszeichnung erhält. Auch in seinem malerischen Werk herrscht eine surrealistische Wirklichkeit vor, in der sich die Ebenen von Mensch-, Tier- und Pflanzenwelt überlagern. Die in Öl, Gouache und Aquarell ausgeführten Werke weisen in ihren kalligraphischen Liniengespinsten und der freien Verwendung eigenwertiger Bildfarbe Ähnlichkeiten mit der zeitgenössischen Richtung der informellen Kunst auf, auch wenn d'Orgeix nicht in die nonfigurative Abstraktion hinübergleitet. 1990 verlässt d'Orgeix Paris, siedelt nach Südfrankreich über und lebt heute in Ales. Neben der Teilnahme an vielen Gruppenausstellungen im In- und Ausland, wird Christian d'Orgeix' Werk seit 1955 in zahlreichen internationalen Galerien als Einzelausstellung präsentiert.