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Christian Landenberger

Biografien
Christian Landenberger

*  1862 Ebingen
† 1927 Stuttgart


Christian Landenberger wird 1862 in Ebingen auf der Schwäbischen Alb geboren. Gegen den Widerstand des Vaters will Christian Landenberger Maler werden und erhält seine künstlerische Ausbildung 1879-1882 an der königlichen Kunstschule in Stuttgart bei Jacob Grünenwald und Carl von Häberlin. 1883-1885 setzt Landenberger sein Studium an der Münchner Akademie der bildenden Künste fort, er besucht dort wohl auch die Malklasse von Alexander von Liezen-Mayer. 1890 stellt Christian Landenberger seine Werke auf der Münchner Glaspalast-Ausstellung erstmals öffentlich aus. 1892 wird er Mitglied der Münchner Secession und nimmt fortan bis 1916 regelmäßig an deren Ausstellungen teil. Um 1894 kehrt Christian Landenberger ins Württembergische zurück, sein Ruf als Freilichtmaler festigt sich und er gründet 1895 in Sigmaringen eine Sommerschule für Malerei. 1899-1905 unterrichtet er zudem im Künstlerinnen-Verein in München. 1904 erhält er zusammen mit Adolf Hölzel den Ruf an die Stuttgarter Akademie der bildenden Künste, die 1901 aus der königlichen Kunstschule hervorgegangen war. Ab 1903 verbringt Christian Landenberger die Sommermonate in Dießen am Ammersee, wo er auch seine Malschule weiter betreibt. Er nutzt die Sommermonate jeweils aber auch für Reisen, die ihn an den Chiemsee sowie den Bodensee, 1911/12 an die holländische Küste, 1926 nach Florenz und nach Norwegen sowie auf die Insel Sylt führen.
Christian Landenbergers beginnt seine künstlerische Laufbahn mit realistischen Milieuschilderungen in dunkler Tonigkeit gemäß der akademischen Genremalerei der Zeit. Anfang der 1890er Jahre hellt sich die Farbigkeit seiner Bilder auf und Christian Landenberger wendet sich der Freilichtmalerei im impressionistischen Stil zu. Christian Landenberger zählt zu den bedeutenden Vertretern des deutschen Impressionismus und gilt als Begründer der schwäbischen Freilichtmalerei. In Dießen am Ammersee entstehen zahlreiche Gemälde mit "Badenden Knaben". Neben diesem von ihm bevorzugten Freilichtmotiv gehören auch Stillleben, Interieurs, allegorische und religiöse Darstellungen zu Christian Landenbergers künstlerischem Gesamtwerk. Ab 1919 beschäftigt sich der Künstler verstärkt mit der Radiertechnik, wofür er vor allem figürliche und genrehafte Motive verwendet.
Christian Landenberger stirbt 1927. Durch seine Tätigkeit als Akademielehrer hat er maßgeblichen Einfluss auf zahlreiche deutsche Künstler der gegenständlichen Malerei des 20. Jahrhunderts.