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Christopher Dresser

Biografien
Christopher Dresser

*  1834 Glasow
† 1904 Mulhouse/Frankreich


Christopher Dresser studiert 1847-1854 an der Government School of Design in London. 1855-1868 wird Dresser dort selbst Lehrer. Der Designer Christopher Dresser schwankt lange zwischen der Kunst und der Beschäftigung mit Botanik. 1860 bewirbt er sich vergeblich für den Botanik-Lehrstuhl an der University of London. Daraufhin gründet er ein eigenes Atelier, von Anfang an entwirft Christopher Dresser Formen, die sich seriell fertigen lassen. Christopher Dresser wird so quasi zum Vater des Industriedesigns, er liefert für mehr als 50 Unternehmen Entwürfe für Metall-, Glas- und Keramik-Objekte. Im Gegensatz zu den Kunsthandwerkern der Arts & Crafts Bewegung, ist für Christopher Dresser sehr wohl die Verbindung von industrieller Serienfertigung und hochwertigem Design möglich. Und die Entwürfe von Christopher Dresser sind nicht nur ihrer eigenen Zeit voraus, sondern weisen in ihrer künstlerischen Auffassung weit in die Zukunft. Durch seine Kenntnis des japanischen Kunsthandwerks und seine Begeisterung für dessen klare Formen, sind die von Christopher Dresser entworfenen Gefäße und Gegenstände sehr schlicht und streng geometrisch konstruiert. Viele der bereits in den 1860er bis 1880er Jahren entstandenen Metallgeräte nehmen bereits den Funktionalismus der 1920er Jahre vorweg. Wie zukunftsweisend die Entwürfe Christopher Dressers sind zeigt die Reedition, die Alessi 1993 mit der konischen Zuckerschale "Christy" unverändert nach dem Entwurf von Christopher Dressers Zuckerdose aus dem Jahr 1864 produziert. Außer dem Unterschied des Materials von Metall zu Kunststoff lässt sich in der Formgebung nicht vermuten, dass ein Jahrhundert zwischen diesen beiden Objekten liegt.