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Christopher Paudiß

Biografien
Christopher Paudiß

*  1618 /1630 Niedersachsen
† 1666 Freising


Christopher Paudiß, den eine Ausstellung im Freisinger Diözesanmuseum (2007) als "bayerischen Rembrandt" wiederentdeckt hat, kommt 1630, vielleicht auch schon 1618 zur Welt. Wahrscheinlich liegt sein Geburtsort in Niedersachsen. Sein Handwerk erlernt Christoffer Paudiß in der Amsterdamer Werkstatt von Rembrandt.
Umfassende Reisen führen Christopher Bauditz im Anschluss durch die Niederlande sowie nach Ungarn. In Dresden (1659/60) steht Christopher Pauditz in Diensten des Kurfürsten. Nach einiger Zeit in Wien übersiedelt Christoffer Paudiss schließlich in den 1660er Jahren nach Freising. Der dortige Fürstbischof Albrecht Sigismund ernennt den begabten Christopher Paudiß zu seinem Hofmaler.
Ab den mittleren 1650er Jahren sind datierte Gemälde von Christopher Paudiß erhalten. In seiner Malerei besonders dieser frühen Phase schließt Christopher Paudiß deutlich an seinen Lehrer Rembrandt an. Besonders dessen Werke der späten 1630er Jahre beeinflussen den Künstler nachhaltig. Eine kühl-gräuliche, oft ins Braune oder Grünliche tendierende Tonigkeit, ein subtiler Umgang mit Licht und Schatten und ein dünner, vielschichtiger Farbauftrag, gelegentlich mit Spuren des Pinselstiels, bezeugen die malerische Qualität des Oeuvres. Das deutliche Chiaroscuro des Frühwerks wandelt sich gegen 1660 langsam zu größerer Sanftheit.
Bedeutend ist Christopher Paudiss als Genre- und Stilllebenmaler, auch Tierstücke sind von der Hand des Christopher Paudiß erhalten. Als Bildnismaler legt er großen Wert auf üppige, reiche Gewänder. Ab den mittleren 1660er Jahren gewinnt dann das religiöse Sujet an Bedeutung.
Trotz seiner Begabung erlangt Christopher Paudiß zeitlebens keine wirtschaftliche Sicherheit. Im Jahr 1666 verstirbt Christopher Paudiß, beim Fürstbischof in Ungnade gefallen, in Freising.