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Constantin Brancusi

Biografien
Constantin Brancusi

*  1876 Hobita/Rumänien
† 1957 Paris


Der Bildhauer und Fotograf Constantin Brancusi wird 1876 als Sohn eines Bauern in Hobita, Rumänien geboren. Er arbeitet nach dem Schulabschluss zunächst in einer Kunsttischlerei, bevor er sich 1898 an der Kunstakademie in Bukarest einschreibt. 1904 siedelt er nach Paris über, wo er schnell Aufnahme in die Kunstszene findet und zahlreiche Freundschaften, u.a. mit Amadeo Modigliani, Alexander Archipenko, Marcel Duchamp und Jean Cocteau knüpft. 1906 beteiligt sich Brancusi sich erstmals am Salon d'Automne. Nach traditionell-akademischen Anfängen entwickelt der Künstler ab 1907 seinen eigenen Stil. Er greift vor allem Themen der Antike und naturmythologische Motive aus seiner Heimat auf und entwickelt diese in langen Werkreihen, teilweise über Jahrzehnte hinweg, weiter. Durch stetes Abstrahieren seines Ausgangsthemas destilliert Brancusi das für ihn Wesentliche des Sujets heraus, nähert sich schrittweise der essentiellen Aussage. "Der Kuss", der "Vogel im Raum" oder die "Unendliche Säule" sind dafür beispielhaft. Diese serielle Arbeitsweise und die strikte Beschränkung auf Stein, Bronze und Holz sind wesentliche Elemente seines Œuvres. 1914 hat Brancusi seine erste Einzelausstellung in New York, lernt wenig später wichtige amerikanische Sammler kennen. 1921 wird er durch Man Ray in die Fotografie eingeführt. In den 1930er Jahren beschäftigt er sich verstärkt mit der Verbindung von Architektur und Skulptur. So erhält Brancusi den Auftrag für ein Heldendenkmal in Tirgu Jiu, Rumänien, das 1938 ausgeführt wird. Die hier erreichte Verschmelzung von Architektur und Skulptur begründet maßgeblich die Einschätzung Brancusis als eines der bedeutendsten Bildhauer der Avantgarde und beeinflusste zahlreiche Künstler und Architekten. In seinem letzten Lebensjahrzehnt beschäftigt sich der Künstler vor allem mit architektonischen Großprojekten. Er plant u.a. die "Unendliche Säule" in Chicago als Wolkenkratzer zu realisieren. Der Bildhauer erhält 1952 die französische Staatsbürgerschaft und vermacht 1956 sein Atelier dem französischen Staat. Er stirbt ein Jahr später und wird auf dem Friedhof von Montparnasse beigesetzt.