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Dan Flavin

Biografien
Dan Flavin

*  1933 New York
† 1996 Riverhead/New York


Im Jahr 1933 kommt Dan Flavin in New York zur Welt. Als bildender Künstler bleibt er, der mit seiner Lichtkunst zum gefeierten Großmeister der Minimal Art aufsteigt, Autodidakt: Eigentlich ist er Meteorologe und als solcher auch im Koreakrieg tätig. Sein Studium absolviert Dan Flavin schließlich 1956 an der New School for Social Research und 1957 bis 1959 an der Columbia University, wo er Kunstgeschichte belegt. Nach Studienende verdingt sich Dan Flavin unter anderem als Aufsichtsperson in Museen.
Der Kunst, besonders der Zeichnung, ist Dan Flavin aber bereits seit Jugendtagen zugetan. In den 1950er Jahren entstehen dann Ölgemälde sowie erste Konstruktionen und Assemblagen, wobei Abstrakter Expressionismus und Neuer Realismus als Einflüsse geltend zu machen sind. Im Jahr 1961 bespielt Dan Flavin erstmals eine Ausstellung: Er zeigt Aquarelle und abstrakte Konstruktionsarbeiten in der New Yorker Judson Gallery.
Zu dieser Zeit beginnt Dan Flavin auch, sich für das Licht als "Werkstoff" zu interessieren ("icons"). 1963 folgt die erste Lichtinstallation auf Grundlage von Leuchtstoffröhren - der Startschuss für eine Erfolgsgeschichte, denn die Leuchtstoffröhre soll das wichtigste Material in der Kunst von Dan Flavin bleiben. Die Lichtinstallationen von Dan Flavin werden in der Folgezeit raumgreifender, und 1969 konstruiert er den ersten Lichtkorridor. Manche Arbeiten versieht Dan Flavin im Titel mit einer Widmung für bekannte Persönlichkeiten des Kunstbetriebs oder der Kunstgeschichte.
Vom Erfolg der Lichtkunst Dan Flavins, der seine Zuordnung zur Minimal Art selbst in Frage stellt, erzählen zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen: 1966 zeigt Dan Flavin seine Werke auf der New Yorker Schau "Primary Structures", 1968 und 1977 ist er Teilnehmer der Kasseler Documenta. Eine große Retrospektive ist 2006/07 in der Münchner Pinakothek der Moderne zu sehen.
Neben der Lichtinstallation ist Dan Flavin auch als Zeichner und Druckgrafiker bekannt. Das "Diagramm" als Kunstform (und zugleich als "Zertifikat" seiner Werke) entsteht in den beginnenden 1970er Jahren.
Dan Flavin verstirbt 1996 in Riverhead/N.Y.