Daniel Gran
1694 Wien
1757 St. Pölten
Zurück in Österreich entstehen bis Mai 1735 zahlreiche Auftragsarbeiten für die Familie Schwarzenberg. So gestaltet Gran in Schloss Hirschstetten um 1721 ein Deckenfresko und arbeitet zwischen 1724 und 1728 im Wiener Palais der Schwarzenbergs an verschiedenen Fresken (Kuppelsaal, große Galerie, Kabinet). 1727 wird der Künstler zudem zum Hofmaler ernannt. In dieser Funktion freskiert Gran 1730 den Prunksaal der Wiener Hofbibliothek - die hoch gelobte Ergänzung zur Architektur Fischer von Erlachs. Nach 1735 konzentriert sich seine Tätigkeit auf die österreichischen Klöster. Höhepunkte dieser Phase stellen die Fresken der Wallfahrtskirche auf dem Sonntagberg (1743) und die Gestaltung des Kaisersaals in Stift Klosterneuburg (1749) dar.
Gran fertigt im Laufe seines Lebens eine Vielzahl von Raumdekorationen, verbreitet seine Kunst aber auch durch Entwürfe, die dann von anderen Künstlern ausgeführt werden. Die eher strenge Gestaltungsweise lässt seine Arbeiten auf den Klassizismus vorausweisen. Am 16. April 1757 stirbt Daniel Gran in Sankt Pölten, wo er sich 1744/45 niedergelassen hat. Die meisten seiner Kunstwerke können noch heute im Zusammenhang mit der Architektur, für die sie konzipiert wurden, bewundert werden.
Frankreich
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